Brandenburg

Schule für alle

Wann: Mittwoch, 08. Juni 2011, 12.00 - 13.15 Uhr, Wo: Goethe-Grundschule, Kastanienstraße 10/12, 15890, Eisenhüttenstadt, Landkreis Oder-Spree

07.06.2011 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Was: Bildungsministerin Martina Münch spricht im Rahmen ihrer Kreisreise im Landkreis Oder-Spree mit Lehrerinnen und Lehrern der Goethe-Grundschule in Eisenhüttenstadt über das Thema *Inklusion * Schule für alle*. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen Fragen, wie sich die Gesell-schaft verändern muss, um den Weg zur Inklusion zu ebnen, und wie sich die Schulen darauf vorbereiten können, künftig Kinder und Jugendliche mit und ohne Förderbedarf gemeinsam zu unterrichten.

Hintergrund des Gesprächs ist die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die die Bundesrepublik Deutschland Anfang 2009 ratifiziert hat. "Die UN-Behindertenkonvention stellt einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Rechte der Menschen mit Behinderungen dar. Das dort formulierte Ziel der Inklusion bedeutet, dass alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihren Voraussetzungen gemeinsam eine Schule besuchen", erklärt Bildungsministerin Martina Münch. "Bei der Umsetzung von Inklusion geht es nicht nur um die Veränderung von Rahmenbedingungen - es geht vielmehr um einen tief greifenden Bewusstseinswandel", macht Münch klar. *Das wesentliche Prinzip von Inklusion ist die Wertschätzung von Vielfalt * heterogene Gruppen werden der Normalfall, in der Gesellschaft wie in der Schule. Das bedeutet steigende Chancengerechtigkeit, denn gerade die Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderbedarf 'Lernen' sind in der Regel Kinder und Jugendliche aus Elternhäusern, die Unterstützung benötigen. Mein Ziel ist: Im Jahr 2019 soll kein Kind wegen eines besonderen Förderbedarfs im Lernen, in der sprachlichen Entwicklung oder im Verhalten seine Schule verlassen müssen." Zum Thema 'Inklusion - Schule für alle' wird die Ministerin in den kommenden Wochen und Monaten weitere Gespräche mit Schulen im Land suchen, die bereits Erfahrungen mit dem Thema Integration und Inklusion von Kindern mit Förderbedarf haben.

In den vergangenen Wochen fanden sechs Regionalkonferenzen statt, in denen das Thema 'Inklusion' auf breiter Ebene mit allen an Bildung von Kindern und Jugendlichen Beteiligten diskutiert wurde, mit Lehrerinnen und Lehrern, Schulleitern, Schulämtern, Erziehern, Schulträgern, Sozial- und Jugendhilfeträgern, Behindertenverbänden, Schüler- und Elternvertretern, Mitarbeitern von Sozial- und Jugendämtern und Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Informationen zur Goethe-Grundschule in Eisenhüttenstadt: In der Goethe-Grundschule in Eisenhüttenstadt lernen derzeit 228 Schülerinnen und Schüler, darunter 4 Kinder mit dem sonderpädagogischen Förderbedarf 'Sprache',1 Kind mit dem Förderbedarf 'Lernen' und 2 Kinder mit dem Förderbedarf 'emotionale und soziale Entwicklung'. Sie werden von 17 Lehrkräften unterrichtet. Seit 2005 gehört die Schule zu den SINUS-Schulen. Dieses Projekt steht für die Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts. Im Juli 2007 wurde die Schule als erste Brandenburger Schule mit dem Audit Gesunde Schule zertifiziert.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.mbjs.brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb1.c.248770.de


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