Schulgesetz SH

"Schule muss Ansprüche stellen"

Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug hat sich heute (25. März) auf der Jahrestagung des Philologenverbands Schleswig-Holstein in Rendsburg fest davon überzeugt gezeigt, dass Verbesserungen des achtjährigen gymnasialen Bildungsweges (G8) sowie das Angebot einer neunjährigen Alternative (G9) dazu beitragen werden, die Attraktivität der Gymnasien zu erhalten.

26.03.2010 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Das vom Bildungsministerium entwickelte Modell gehört zu einem Gesamtpaket geplanter Schulgesetz-Änderungen", sagte Klug. Jetzt gehe es darum, wie eine flächendeckende Option beider Bildungsgänge aussehen könne sowie um die Ausstattung von G8, damit dieser verkürzte Bildungsweg erfolgreich umgesetzt werden könne. "Die Prämissen unseres Modells sind klar", sagte der Bildungsminister: Die Qualität der gymnasialen Bildung dürfe nicht beeinträchtigt werden, und die Stundenvorgabe der Kultusministerkonferenz müsse eingehalten werden, damit die bundesweite Anerkennung des schleswig-holsteinischen Abiturs nicht gefährdet werde. Im Übrigen müsse jede Lösung mit Blick auf den notwendigen Personalbedarf realisierbar sein.

"Die Landesregierung wird das Gymnasium erhalten und weiterentwickeln", sagte Klug in Rendsburg. Dazu gehörten auch das Festhalten an einer schulartenbezogenen Lehrerausbildung und der schrittweise Abbau der strukturellen Benachteiligung der Gymnasien bei der Zuteilung von Lehrerstellen. "Das wird schon im kommenden Schuljahr klar", sagte Klug. Im Schuljahr 2010/2011 erhielten die Gymnasien 180 zusätzliche Stellen. "Das ist angesichts der steigenden Schülerzahlen mehr als gerechtfertigt", betonte der Bildungsminister.

"Ich bin davon überzeugt, dass die Schulen ihren Bildungsauftrag nur dann erfüllen können, wenn sie hohe Ansprüche stellen", sagte Klug. Dazu gehöre es, Schülerinnen und Schüler für Leistung zu begeistern. Und dazu wiederum bedürfe es eines gesellschaftlichen Umfeldes, "das Bildung begünstigt und nicht allein der Schule überlässt" sowie kompetenter Lehrerinnen und Lehrer. Zentrale Aufgabe der Bildungspolitik sei daher auch eine gute Lehrerausbildung. "Ein guter Lehrer ist immer auch ein gut ausgebildeter Lehrer", sagte der Bildungsminister.

Klug dankte den Mitgliedern des Philologenverbands für ihre Arbeit: "Es ist Ihrem Können und Ihrer Einsatzbereitschaft zu verdanken, dass die Gymnasien ein fester Eckpfeiler unseres Schulwesens sind."


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