Schulfach Wirtschaft einführen
Nach einer Befragung des renommierten Instituts für Demoskopie Allensbach sieht sich der Realschullehrerverband NRW in seiner Forderung nach Einführung eines Schulfaches "Wirtschaft" bestätigt. 61 Prozent der Bevölkerung sind dafür, nur elf Prozent dagegen. "Die Eltern wollen, die Schüler wollen, die Lehrkräfte wollen – jetzt muss nur noch die Politik wollen", sagt RLVVorsitzende Brigitte Balbach. "Schulministerin Barbara Sommer hat unsere Forderung zu Einführung des Pflichtfaches Wirtschaft an den Realschulen schon beim Realschultag im April 2009 in Dortmund unterstützt. Dies sollte in einem Profilpapier für die Schulform Realschule fixiert werden. Dieses Profilpapier liegt allerdings seither immer noch zur Bearbeitung im Schulministerium."
09.09.2009 Pressemeldung Realschullehrerverband NRWDie Notwendigkeit für ein Schulfach Wirtschaft ist aus Sicht des Realschullehrerverbandes NRW drängender denn je. Schülerinnen und Schüler brauchen Einblick in die Mechanismen der Marktwirtschaft. Sie müssen lernen wie Wirtschaft funktioniert, welche Hintergründe die aktuelle Wirtschaftskrise hat und nicht zuletzt: Sie brauchen Kenntnis über wirtschaftliche Zusammenhänge, um ganz persönlich richtige Lebensentscheidungen zu treffen und nicht schon frühzeitig in die Schuldenfalle zu tappen. Das bestehende Fach "Sozial- und Wirtschaftskunde" greift hier zu kurz.
Es ist bezeichnend, dass bei der Allensbach-Befragung 90 Prozent der Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung die Wirtschaftskompetenz der Bevölkerung als weniger gut bzw. schlecht bezeichnen. "Das muss sich ändern. Und wo könnte das besser gelingen als in der Schule? Wir fordern daher mit Nachdruck die Einführung des Pflichtfaches Wirtschaft (nicht nur) an den Realschulen.
Jochen Smets, Pressesprecher
Bei Rückfragen steht Ihnen die Vorsitzende des Realschullehrerverbandes NRW, Brigitte Balbach, zur Verfügung: Tel. 0211/1640971 oder mobil 0172/9018766.
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