Schulkleidung ja, aber nicht verordnet
Zur einheitlichen Schulkleidung, die die Bundesjustizministerin im Hinblick auf burkatragende Schülerinnen in Bonn ins Gespräch gebracht hat, hat der Bayerische Elternverband seine Mitglieder befragt. Das Ergebnis: Einheitliche Schulkleidung ist gut, so lange Schüler, Eltern und Lehrer einer Schule selbst entscheiden, dass sie eingeführt wird und wie sie aussehen soll. Die Schulkleidung soll sich dabei auf T-Shirt und Sweatshirt beschränken. "Ganze Uniformen, womöglich auch noch von oben verordnet, würden allerdings nirgends akzeptiert", sagte die BEV-Landesvorsitzende Ursula Walther.
09.05.2006 Bayern Pressemeldung Bayerischer ElternverbandVor allem Eltern, deren Kinder im Ausland zur Schule gegangen sind, hätten mit Schulkleidung gute Erfahrungen gemacht. Die vom BEV befragten Kinder seien durchweg für Schulkleidung, weil sie sich dann besser mit ihrer Schule identifizieren könnten. "Es ist wichtig, dass die Schüler die Kleidung mit auswählen können, sie müssen sie ja schließlich anziehen. Der Elternbeirat sollte darauf achten, dass die Sweatshirts oder T-Shirts nicht teurer sind als die normale Kleidung, die Kinder ja ohnehin gebraucht hätten, damit den Familien keine zusätzlichen Kosten entstehen", sagte Walther. Die Eltern sähen es sehr positiv, dass einheitliche Kleidung dem Markenwahn entgegenwirke. "Wenn dann auch noch Lehrer und Schulleiter das Schul-T-Shirt tragen, steht dem Wir-Gefühl der Schulgemeinschaft nichts mehr im Wege."
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