Schulministerin Sommer: Aufhebung des Drittelerlasses stärkt Verantwortung der Lehrer

Ab heute ist der sogenannte Drittelerlass in Nordrhein- Westfalens Schulen aufgehoben. Er sah vor, dass Lehrerinnen und Lehrer eine Klassenarbeit, bei der mehr als ein Drittel der Schülerinnen und Schüler keine vier erreichten, beim Schulleiter vorlegen mussten. Dieser entschied dann, ob die Arbeit trotzdem gewertet werden konnte, oder neu zu schreiben war. In der Praxis hatte dies häufig dazu geführt, dass Lehrerinnen und Lehrer beklagten, den Notenspiegel ihrer Klassenarbeiten anpassen zu müssen.

19.05.2006 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

"Mit der Abschaffung hat die neue Landesregierung ein weiteres Versprechen aus der Regierungserklärung eingelöst", so Schulministerin Barbara Sommer. "Es kann nicht sein, dass Leistung durch Quoten bestimmt wird. Jede Lehrerin und jeder Lehrer muss die Verantwortung übertragen bekommen, die individuelle Leistung des Schülers angemessen bewerten zu können."

Nach der Aufhebung des Drittelerlasses entscheiden nun die Lehrerinnen und Lehrer in pädagogischer Verantwortung über die Verteilung der Noten. Aufgabe der Schulleitung und des gesamten Kollegiums bleibt es weiterhin, über angemessene Anforderungen in Klassenarbeiten zu sprechen und gemeinsam festzulegen, wie schulische Leistungen einer Klasse verbessert werden können. Ministerin Sommer: "Die Abschaffung des Drittelerlasses ist ein weiteres Beispiel für eine Leitlinie unserer Politik: Weniger Gängelung und Bürokratie, mehr Verantwortung des Einzelnen."


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