Schulministerin Sommer: Unterrichtsausfall in einem Jahr um fast die Hälfte reduziert

Der Unterrichtsausfall an den Schulen in Nordrhein- Westfalen hat sich im Schuljahr 2005/06 im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent verringert. Dies geht aus der Unterrichtsausfallstatistik 2006 hervor, die Schulministerin Barbara Sommer am heutigen Freitag in Düsseldorf vorgestellt hat. "Die Landesregierung hält Wort. Innerhalb eines Jahres haben wir den von der Vorgängerregierung übernommenen, viel zu hohen Unterrichtsausfall fast um die Hälfte reduziert", erklärte die Ministerin.

17.11.2006 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

"Mit diesem Ergebnis kehrt in den Schulen in Nordrhein-Westfalen endlich wieder die Verlässlichkeit ein, die Schülerinnen, Schüler und Eltern erwarten dürfen", betonte Frau Sommer. Und weiter sagte die Ministerin: "Es ist ein Erfolg der Lehrerinnen und Lehrer, die dafür hart gearbeitet haben. Und es ist ein Erfolg der Landesregierung, die die passenden Rahmenbedingungen geschaffen hat."

An der Untersuchung des Unterrichtsausfalls haben im Mai und Juni 2006 300 zufällig ausgewählte Schulen teilgenommen. In den einzelnen Schulformen hat sich der Unterrichtsausfall wie folgt verringert:

  • In der Grundschule von 3,9 auf 0,9 Prozent (Rückgang um 76 Prozent),
  • in der Hauptschule von 3,8 auf 2,3 Prozent (Rückgang um 40 Prozent),
  • in der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen von 3,1 auf 2,5 Prozent (Rückgang um 20 Prozent),
  • in der Realschule von 5,9 auf 2,7 Prozent (Rückgang um 54 Prozent),
  • in der Sekundarstufe I der Gesamtschule von 3,9 auf 3,7 Prozent (Rückgang um 4 Prozent).
  • in der Sekundarstufe II der Gesamtschule von 7,2 auf 3,6 Prozent (Rückgang um 49 Prozent),
  • in der Sekundarstufe I am Gymnasium von 4,2 auf 3,3 Prozent (Rückgang um 22 Prozent) und
  • in der Sekundarstufe II am Gymnasium von 6,4 auf 4,2 Prozent (Rückgang um 35 Prozent).

Bei der Hochrechnung der Stichprobenergebnisse ergibt sich für alle Schulen in Nordrhein-Westfalen im Schuljahr 2005/06 ein Unterrichtsausfall von 2,4 Prozent. Unter der Vorgängerregierung waren es im Schuljahr 2004/05 noch 4,4 Prozent. Mit diesem Ergebnis steht Nordrhein-Westfalen auch im Vergleich der Bundesländer gut da. "Die Zeiten sind vorbei, in denen unser Land mit 4,4 Prozent Unterrichtsausfall weit abgeschlagen hinter den anderen Ländern lag. Mit 2,4 Prozent gehören wir zur Spitzengruppe der Länder mit einer niedrigen Ausfallquote", erklärte die Ministerin. In Bremen, Berlin, Schleswig-Holstein und Baden- Württemberg liegt der Unterrichtsausfall zwischen 2,0 und 3,1 Prozent.

Zu den wichtigsten Ausfallursachen gehören mit 31 Prozent nach wie vor Erkrankungen der Lehrkräfte. 16 Prozent der Ausfälle sind auf Vertretungstätigkeiten zurückzuführen. Auf Konferenzen und Dienstbesprechungen entfallen 9 Prozent. Für die Landesregierung hat die Sicherung der Lernzeit an den Schulen weiter Vorrang. "Wir werden die Rahmenbedingungen für die Schulen weiterhin so gestalten und verbessern, dass der Unterrichtsausfall in allen Schulformen weiter verringert werden kann", betonte die Ministerin.

"Durch die bessere Personalausstattung an den Schulen wird sich die Unterrichtsversorgung weiter deutlich verbessern", erklärte Frau Sommer. Zum Zeitpunkt der Erhebung der Ausfallstatistik waren bereits 1.000 zusätzliche Lehrerstellen an den Schulen eingerichtet. Bis zum Ende der Legislaturperiode wird die Landesregierung insgesamt 4.000 neue Stellen schaffen.


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