Schulsozialarbeiter/innen sind Landesaufgabe

Die Bildungsgewerkschaft GEW schlägt vor, für jede Ganztagsschule mindestens einen Schulsozialarbeiter einzustellen. "Gerade Ganztagsschulen stehen vor größeren sozialpädagogischen Aufgaben und brauchen Schulsozialarbeit. Die Landesregierung darf diese Aufgabe nicht alleine den Schulträgern überlassen", sagte Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, am Mittwoch (08.11.) in Stuttgart.

08.11.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Viele Schulsozialarbeiterstellen sind inzwischen befristet und werden von Kommunen, Landkreisen sowie durch Bundes- und EU-Mittel finanziert. In zahlreichen Kommunen sind bereits weitere Kürzungen geplant. "Schulsozialarbeit ist ein wichtiges pädagogisches Instrument. Die Sozialarbeiter bauen dabei eine enge und vertrauensvolle Beziehung zu ihren Schülern auf. Diese Arbeit braucht viel Zeit und muss deshalb kontinuierlich gesichert werden. Schulsozialarbeiter/innen zählen wie Lehrkräfte zum pädagogischen Personal einer Schule. Die Finanzierung ist deshalb vorrangig Aufgabe des Landes", so Dahlem.

Die Landesregierung hatte die Schulsozialarbeit seit 1999 aufgebaut und dann 2005 die Landesmittel gestrichen. Im Schuljahr 2003/2004 wurden diese noch mit 2,18 Millionen Euro und im Schuljahr 2004/2005 mit 1,1 Millionen Euro gefördert.

Insgesamt gibt es an den Schulen im Südwesten etwa 300 Schulsozialarbeiter/innen. Die meisten arbeiten an Hauptschulen und Beruflichen Schulen. Der Rückgang der Gewaltstraftaten an Schulen um 15 Prozent zwischen 2001 und 2003 wird auch auf die Arbeit der Sozialpädagog/innen zurückgeführt.

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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