Schwarz-roter Machtpoker:

"Der Kompromiss stinkt nach Kuhhandel. Die schwarz-roten Koalitionspartner haben die Bildungspolitik der Machtpolitik eindeutig untergeordnet. Mit Weichenstellungen für die Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts hat das Ganze jedenfalls nichts zu tun. Sonst würde die SPD nicht die Gesamtschulen zum Opfer des schwarz-roten Machtpokers machen", sagte der kommissarische GEW-Landesvorsitzende Jan Nissen am Montag, 25.9.06, in Kiel zum schwarz-roten Schulkompromiss.

25.09.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

Es sei schon ziemlich absurd, für längeres gemeinsames Lernen die Schulform zu opfern, an der schon jetzt längeres gemeinsames Lernen mit gro-ßem Erfolg stattfinde.

"Im Streit um die Gestaltung die Orientierungsstufe haben die beiden Koalitionspart-ner anscheinend völlig die Orientierung verloren. Zwei Orientierungsstufen – eine am Gymnasium und eine an der Regionalschule – ist eindeutig eine zuviel", erklärte der kommissarische GEW-Landesvorsitzende. Aus Sicht der GEW mache die Einführung von Gemeinschaftsschulen langfristig nur dann Sinn, wenn alle Schularten, also Haupt-, Real-, Gesamtschulen und Gymnasien, in Gemeinschaftsschulen überführt würden. "Ein zweigliedriges System bestehend aus Regionalschulen und Gymnasien kann auf diesem Weg nur ein Zwischenschritt sein. Was Schwarz-Rot gestern fest-gelegt hat, läuft aber auf eine Zementierung der Sonderstellung der Gymnasien hin-aus, die die GEW ablehnt!"

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden