Sechs-Länder-Abitur

Sechs-Länder-Abitur: Althusmann braucht neues Vorzeigeprojekt

Zur Idee des niedersächsischen Kultusministers Bernd Althusmann, ab 2014 ein sogenanntes Sechs-Länder-Abitur einzuführen, erklärt die stellvertretende Vorsitzende und schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Frauke Heiligenstadt:

27.02.2012 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei Deutschlands

"Minister Althusmann setzt seine Politik der Experimente im Schulbereich fort. Schon wieder müssen sich Niedersachsens Schülerinnen und Schüler nach Turboabitur und Oberschule auf tiefgreifende Neuerungen einstellen. Sie werden erneut zu Versuchskaninchen gemacht, weil der Minister im letzten Jahr seiner Amtszeit noch ein Vorzeigeprojekt braucht.

Abiturienten in sechs Bundesländern sollen am selben Tag in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik dieselben Prüfungsaufgaben vorgelegt bekommen. Damit soll eine Vergleichbarkeit der Abiturnoten herbeigeführt werden. Diese Vergleichbarkeit ist aber nur vordergründig gegeben, da die Ausgangslagen in den sechs Ländern vollkommen unterschiedlich sind. Wer glaubt, dass diese Vergleichbarkeit der Qualitätssteigerung dient, der irrt, weil dafür die Grundlage fehlt.

Grundlage für eine Vergleichbarkeit von Abiturnoten müssen gleiche Bildungsstandards sein. Die Lern- und Arbeitsbedingungen, wie zum Beispiel Klassengrößen und Ausstattung von Ganztagsschulen, müssen vergleichbar sein. Und hier gibt es noch etliche Hausaufgaben vonseiten Herrn Althusmanns zu machen. Hier hat er in seinem eigenen Bundesland schon nicht für Verbesserung gesorgt."


Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden