Sechs Thüringer Schulen beteiligen sich an Juniorwahl 2005

Sechs Thüringer Schulen werden sich mit ca. 2.600 Schülern an der Juniorwahl 2005 beteiligen. Nach der heutigen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes ist auch der Weg für die parallel zur Bundestagswahl stattfindenden Juniorwahl 2005 frei. Bundesweit werden mehr als 50.000 Jugendliche unter 18 Jahren an 180 Schulen die Gelegenheit haben, an einer Simulation der Bundestagswahl teilzunehmen. Höhepunkt ist die simulierte Bundestagswahl. Der Ablauf ist der echten Wahl am 18. September 2005 original nachempfunden und findet online statt. Die Wahlergebnisse werden am Wahltag um 18 Uhr im Internet unter www.juniorwahl.de bekannt gegeben. Initiator der Juniorwahl 2005 ist der Verein zur Förderung des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens e.V. (Kumulus e.V.) aus Berlin.

25.08.2005 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) erklärte dazu: Ziel ist es, Demokratie für Jugendliche erlebbar zu machen. Das Projekt führt Schülerinnen und Schüler an Prozesse der demokratischen Willensbildung heran und bereitet sie auf die künftige Partizipation innerhalb des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland vor. Das Projekt 'Juniorwahl 2005' leistet so einen Beitrag zur politischen Bildung von Jugendlichen. Das Thüringer Kultusministerium unterstützt dieses Projekt daher schon von Beginn an."

Wie bei der echten Bundestagswahl werden Wählerverzeichnis, Wahlbenachrichtigungen und Wahlkabinen eingesetzt. Zusätzlich soll Anfang September im Deutschen Bundestag eine Veranstaltung mit Jugendlichen und Spitzenpolitikern stattfinden. Dabei führt je ein Politiker ein Streitgespräch mit einem Finalisten des Bundeswettbewerbs Jugend debattiert. Begleitet und vorbereitet wird das Projekt 'Juniorwahl 2005' mit Hilfe eigens dafür konzipierter Unterrichtseinheiten, etwa zur Bedeutung von Wahlen in der Demokratie, zum Wahlsystem und zu den Wahlkampfstrategien der Parteien. Mit Hilfe der Unterrichtseinheiten setzen sich die Schülerinnen und Schüler vorab in rund acht Unterrichtsstunden mit der Thematik auseinander.

Minister Goebel sagte weiter: "Seit der Ankündigung vorgezogener Wahlen im Mai 2005 steht das Thema 'Demokratie und Bundestagswahl' in den teilnehmenden Schulen auf dem Stundenplan. Der fundierte Meinungsbildungsprozess, das Üben, Entscheidungen zu treffen und sich eine eigene Meinung zu bilden, steht dabei im Vordergrund. Es geht darum, die Beteiligung junger Menschen in der Demokratie auch über Wahlen hinaus zu steigern, indem durch die Juniorwahl bei der jungen Generation das Interesse am politischen Geschehen gefördert wird. Die Juniorwahl will die junge Generation zu demokratischer Verantwortung befähigen und ermutigen. Das selbstverständliche Gefühl der Teilhabe an demokratischen und politischen Prozessen soll auf eine positive Weise erlebt und geübt werden. Damit leistet die Schule einen lebendigen Beitrag zur Demokratieerziehung."

Teilnehmende Thüringer Schulen:

Staatliche Regelschule Lindenberg (Eichsfeldkreis)
Goethe-Gymnasium Weimar
Carl-Zeiss-Gymnasium Jena
Heinrich-Mann-Gymnasium Erfurt
Pierre-de-Coubertin-Gymnasium Erfurt (Sportgymnasium)
Karl-Volkmar-Stoy-Schule Jena (berufsbildende Schule)


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