Baden-Württemberg

Sehr gute Perspektiven für junge Lehrerinnen und Lehrer

Rund 5.700 neue Lehrerinnen und Lehrer können zum kommenden Schuljahr 2016/2017 in Baden-Württemberg unbefristet in den öffentlichen Schuldienst eingestellt werden.

22.06.2016 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
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 „Durch den aktuell hohen Bedarf an Lehrkräften können wir jungen Lehrerinnen und Lehrern sehr gute Einstellungsmöglichkeiten bieten“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann anlässlich der diesjährigen Einstellungszahlen. 

Zu den 5.700 unbefristeten Einstellungsmöglichkeiten kommen noch rund 470 befristete Stellen speziell für den Unterricht von geflüchteten Kindern und Jugendlichen. Somit können im Jahr 2016 insgesamt rund 6.000 Lehrerinnen und Lehrer eingestellt werden. Die Einstellungsmöglichkeiten liegen damit nochmals über dem Rekordjahr 2015 mit rund 5.800 neu eingestellten Lehrkräften. „Die Schulen im Land brauchen jetzt pädagogische Verlässlichkeit, um die Reformen der vergangenen Jahre gut umzusetzen. Gut ausgebildete und motivierte Lehrerinnen und Lehrer sind der Schlüssel zum Bildungserfolg unserer Schülerinnen und Schüler“, sagt die Ministerin.

Sehr gute Einstellungschancen gibt es vor allem im Bereich der Sonderpädagogik – etwa für inklusive Bildungsangebote – sowie an den beruflichen Schulen, Grund-, Haupt-/Werkrealschulen und Gemeinschaftsschulen. Folgende bildungspolitische Entscheidungen spiegeln sich in der Einstellungssituation wider: So wurden etwa für die Inklusion im ersten Nachtrag zum Haushalt 2015/2016 weitere 200 Stellen geschaffen. Die Poolstundenerhöhung an den Realschulen führt zu einem zusätzlichen Bedarf von über 100 Lehrerstellen. Im zweiten Nachtragshaushalt wurden weitere 600 Neustellen für die Sprachförderung von Flüchtlingen geschaffen sowie 88 neue Stellen eingeplant, um Schulleiterinnen und Schulleiter kleiner Schulen zu entlasten. Schulleitungen von rund 1.250 Schulen – darunter über 1.000 Grundschulen – sollen ab dem kommenden Schuljahr 2016/2017 davon profitieren. Weitere 430 Stellen hat das Kultusministerium aktuell für den dritten Nachtragshaushalt beim Finanzministerium angemeldet, um die Stundentafelerhöhung an den Grundschulen (320 Deputate) sowie die bereits angekündigten Vertiefungsstunden an den Gymnasien (111 Deputate) zu finanzieren. 

Kultusministerin Eisenmann: „Durch den aktuell hohen Bedarf an Lehrkräften können wir jungen Lehrerinnen und Lehrern sehr gute Einstellungsmöglichkeiten bieten.“

Lehrereinstellung – ein komplexes Verfahren

Bei der Lehrereinstellung geht es darum – unter Beachtung der verfügbaren Stellen, laufbahnrechtlicher Vorgaben und bildungspolitischer Entscheidungen – jedes Jahr die passende Lehrerin und den passenden Lehrer dort einzusetzen, wo sie oder er gebraucht wird. Gleichzeitig müssen auch die persönlichen Wünsche der Lehrkräfte hinsichtlich des Einsatzortes beachtet sowie die stellenwirksamen Änderungsanträge von Lehrkräften verwaltet und gesteuert werden, wie etwa Beurlaubungen, Deputatsänderungen, Versetzungen, Ruhestand und vieles mehr. Bei rund 4.000 öffentlichen Schulen im Land und knapp 120.000 Lehrerinnen und Lehrern wird deutlich, wie komplex Lehrereinstellung, Personalplanung und Ressourcensteuerung sind.

Frühzeitige Bindung durch vorgezogene Ausschreibungen 

Um frühzeitig geeignete Lehrerinnen und Lehrer zu gewinnen, setzt die Schulverwaltung Baden-Württemberg auf ein mehrstufiges Einstellungsverfahren. So können etwa Schulen im ländlichen Raum mit Schwierigkeiten bei der Lehrergewinnung – ohne die Konkurrenz von Standorten in Ballungsgebieten – bereits im Februar Stellen direkt ausschreiben. Durch diese vorgezogene Ausschreibung haben die Schulen einen zeitlichen Vorteil und die Lehrerinnen und Lehrer profitieren durch frühe Einstellungszusagen. 

Insgesamt können damit 5.691 Lehrkräfte unbefristet und weitere 472 befristet eingestellt werden.

Weitere Informationen zur Prognose der Einstellungszahlen 2016 finden Sie hier.


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