Bayern

Spaenle hält Niedergang der Hauptschule nicht auf

Die Grünen im Bayerischen Landtag kritisieren Kultusminister Spaenle für dessen krampfhaftes Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem. "Die Problemspirale der Hauptschule wird durch die Umbenennung von 928 der 948 Hauptschulen zu Mittelschulen nicht gestoppt", erklärt der schulpolitische Sprecher Thomas Gehring. "Wer die Situation vor Ort anschaut, sieht, dass sich für die Schulen dadurch nichts nennenswert geändert oder gar verbessert hat." Ähnlich verhalte es sich mit den Kooperationsmöglichkeiten mit Realschulen und Wirtschaftsschulen, mit dem Abschluss für die Praxisklassen und dem "4 plus zwei"-Modell.

18.07.2011 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen

"Immer neue Bezeichnungen werden der Hauptschule auch kein neues Image geben können", so Thomas Gehring. Die Landtagsgrünen plädieren für eine Öffnungsklausel, womit an bestehenden Hauptschulen vor Ort ein längeres gemeinsames Lernen für alle Kinder aus dem Dorf oder der Gemeinde möglich wäre. Dies wäre pädagogisch sinnvoller und würde dem Schulstandort eine Perspektive geben. "Es ist nicht nachvollziehbar, warum der Kultusminister die von uns geforderte Öffnungsklausel nicht versuchen will. Wäre Spaenle sich der Qualität des gegliederten Schulwesen und der Hauptschulen so sicher, wie von ihm propagiert, dann müsste er neue Wege auch nicht fürchten."


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