Spaenles Kooperationsmodell bringt nichts
Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Hans-Ulrich Pfaffmann teilt die Kritik des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) am Konzept zur Einführung von Kooperationsschulen in Bayern. "Die sogenannte Kooperation zwischen Haupt- und Realschule ist ein reines PR-Modell, das die Probleme der Hauptschulen und der Schulstandorte nicht lösen wird", erklärt der Bildungspolitiker.
22.04.2009 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei DeutschlandsDie Kooperation der beiden Schularten sei nur dann sinnvoll, wenn es auch zu einer gemeinsamen Schule mit längerem gemeinsamen Lernen komme. Genau dies wolle aber die CSU noch immer aus ideologischen und parteitaktischen Gründen verhindern. Pfaffmann: "Wer noch beim Amtsantritt des Kultusministers der Meinung war, dass die sture Haltung gegen ein längeres gemeinsames Lernen aufgebrochen werden könnte, der wird jetzt bitter enttäuscht", so der Münchner Abgeordnete. Spaenle bleibe bei der veralteten Ideologie und die FDP folge ihm.
Die SPD trete dagegen für eine eigenständige Schulform mit längerer gemeinsamer Schulzeit und einem Mittlere-Reife-Abschluss im Angebot ein. "Nur so können die Schulstandorte erhalten bleiben und die Bildungschancen der Schüler verbessert werden", erklärt Pfaffmann. Der SPD-Bildungssprecher fordert die Regierungskoalition auf, Bildungspolitik für und nicht gegen die Schüler und Schülerinnen zu machen und eine nachhaltige Schulreform mit längerer gemeinsamer Schulzeit einzuleiten.
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