Staatsminister Jürgen Banzer: "Die Siegerteams beim Bundessprachenfest kommen aus Hessen"

"Den hessischen Siegerteams von der Gutenbergschule Wiesbaden und dem Lessinggymnasium in Lampertheim gratuliere ich ganz herzlich zu ihrer herausragenden Leistung beim Bundessprachenfest", erklärt Staatsminister Jürgen Banzer anlässlich des Erfolgs der beiden Schulteams beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen. Der Bundesentscheid des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen für den Gruppenwettbewerb der Sekundarstufe I fand dieses Jahr in Thüringens Hauptstadt Erfurt statt. In diesem Jahr hatten sich aus mehr als 750 Beiträgen aller 16 Bundesländer 40 Landessiegergruppen für die Teilnahme am Bundessprachenfest, wie die Endausscheidung genannt wird, qualifiziert.

16.06.2008 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

Es sei ausgesprochen erfreulich, dass durch den Bundesfremdsprachenwettbewerb so viele Schülerinnen und Schüler motiviert würden, sich mit ihrer immer internationaler werdenden Lebenswelt fremdsprachlich, lebendig und direkt auseinanderzusetzen. "Neben meiner ausdrücklichen Wertschätzung für die tollen Wettbewerbsleistungen der Schülerinnen und Schüler möchte ich auch allen Lehrkräften meinen besonderen Dank dafür aussprechen, dass sie zum Teil seit Jahren auch große Teile ihrer Freizeit investieren, um diesen Wettbewerb voranzubringen, ihre Schülerinnen und Schüler fachlich intensiv vorzubereiten und zu begleiten", erklärte Jürgen Banzer.

In einem zusammenwachsenden Europa und einer zunehmend globalisierten Welt sei eine Fremdsprache weit mehr als nur Unterrichtsstoff. Hier bedeuteten Fremdsprachenkenntnisse, dass man selbst eine Tür zu anderen Ländern und Kulturen öffnen könne, dass man die Möglichkeit habe, sich mit anderen Menschen auszutauschen, und erweiterte berufliche Perspektiven bekomme. "Diesen hervorgehobenen Stellenwert hatte das Fremdsprachenlernen zu meiner Schulzeit noch nicht", erklärte Staatsminister Jürgen Banzer.

Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen wird ausgerichtet von Bildung und Begabung e.V. in Bonn, der vom Bundesbildungsministerium getragen wird. Dieser Wettbewerb umfasst mehrere Einzel- und Gruppenwettbewerbe für unterschiedliche Jahrgangsstufen und Sprachenkombinationen. Der Gruppenwettbewerb richtet sich an die Jahrgänge 9 und 10 weiterführender Schulen und beinhaltet moderne und alte Sprachen gleichermaßen. Die teilnehmenden Klassen verfassen eigenständig ein Theaterstück zu einem selbst gewählten Thema in einer oder auch mehreren Fremdsprachen, das sie aufführen und der Jury als Film einsenden. Die für die Teilnahme am jeweiligen Landesentscheid ausgewählten Gruppen präsentieren ihr Werk der Landesjury; die Landessieger werden daraufhin zum Bundesfinale eingeladen. Das Motto des Wettbewerbs war in diesem Jahr "Das Geheimnis". Die Bundesjury des 17. Sprachenfestes in Erfurt konnte am 13. Juni zahlreiche qualitativ anspruchsvolle Aufführungen in Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Japanisch begutachten und am 14. Juni hochwertige Preise vergeben. Erste Preise gab es lediglich zwei, und beide wurden von der Jury den beiden einzigen hessischen Teilnehmergruppen zuerkannt, der Gutenbergschule Wiesbaden und dem Lessing-Gymnasium Lampertheim.

Die Beiträge der Siegerteams:

Gutenbergschule Wiesbaden
Die Schülerinnen und Schüler Luka Baumhauer, Gabriel Aguirre Chan, Marlene Czichos, Paulina Hagenbäumer, Anke von Harnstein und Luca Zeiner der Klasse 9c der Gutenbergschule in Wiesbaden erhielten den mit 1.000 Euro datierten Ersten Preis in der Kategorie "Medien" für ihren Filmbeitrag in Französisch: "Le président a un secret et c´est bien comme ca" ("Der Präsident hat ein Geheimnis und das ist gut so."). Inhalt dieses Beitrags war: Warum trennte sich der französische Präsident von seiner Frau? Dem Geheimnis auf der Spur berichtet eine ehrgeizige Reporterin von ihren Recherchen, die sie bis in die deutsche Hauptstadt Berlin führen.

Lessing-Gymnasium Lampertheim
Die Schülerinnen und Schüler der Latein-AG der Klasse 10 des Lessing-Gymnasiums in Lampertheim (Bergstraße) gewannen den Ersten Preis in der Kategorie "Theater" für die ausgezeichnete Präsentation ihres Theaterspiels in lateinischer Sprache "Questio angelica et diabolica in Constantinum". Hierbei wird der römisch-christliche Kaiser Konstantin am Ende seines Lebens von der Gewissensfrage gequält "War ich ein guter Mensch?". Darüber geraten Engel und Teufel (gutes und schlechtes Gewissen) in Streit. Sie fingieren einen Gerichtsprozess.


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