Stärkung der Zusammenarbeit von Schule und Berufsberatung sowie erste Bilanz zur "Initiative Oberschule"

Bildungsminister Holger Rupprecht und die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, Margit Haupt-Koopmann, haben zur Stärkung der Berufsorientierung an den Brandenburger Schulen zwei Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet Bildungsminister Holger Rupprecht zieht positive Bilanz der "Initiative Oberschule"

20.10.2008 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Bildungsminister Holger Rupprecht hat heute in Potsdam mit der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, Margit Haupt-Koopmann, zwei Vereinbarungen zur weiteren Zusammenarbeit von Schule und Berufsberatung sowie zur intensiveren Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler im Land Brandenburg unterzeichnet und eine positive Bilanz nach einem Jahr "Initiative Oberschule" (IOS) gezogen.

Bildungsminister Rupprecht zeigte sich erfreut über die Unterzeichnung der beiden Vereinbarungen mit der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit. "Die fünf regionalen Arbeitsagenturen im Land sind nicht nur ein wichtiger Partner bei der Stärkung von Oberschülerinnen und Oberschülern sondern auch bei der verbesserten Berufs- und Studienorientierung in Gesamtschulen und Gymnasien sowie Förderschulen."

Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, Margit Haupt-Koopmann, sieht im Abschluss der beiden Vereinbarungen einen wichtigen Schritt in die berufliche Zukunft für die Schülerinnen und Schüler aber auch für die Betriebe und somit für die Fachkräftesicherung im Land Brandenburg. "Der Stellenwert einer guten und intensiveren Berufs- und Studienorientierung ist heute wichtiger denn je. Schülerinnen und Schüler, die den Arbeitsmarkt kennen und die die neuesten berufskundlichen Kenntnisse haben, können sich auch zielgerichtet auf ihren Schulabschluss und ihren Berufsweg vorbereiten. Die Agenturen für Arbeit helfen den Schulen bei der Koordination der Berufsorientierung vor Ort".

Mit der ersten Vereinbarung wird die Zusammenarbeit von Schule und Berufsberatung der Agenturen für Arbeit den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Die bisherige Vereinbarung aus dem Jahre 2001 ist damit überholt. Die Rahmenvereinbarung beinhaltet den jeweiligen Beitrag der Schule und der Berufsberatung im Prozess der Berufs- und Studienorientierung sowie in der Zusammenarbeit beim Übergang Schule Beruf, trifft Festlegungen zur Zusammenarbeit zwischen staatlichen Schulämtern und den Agenturen für Arbeit sowie zur Institutionalisierung der Zusammenarbeit zwischen dem Bildungsministerium und der Regionaldirektion.

Mit der neuen Rahmenvereinbarung bringen Ministerium und Regionaldirektion die verstärkten gemeinsamen Aktivitäten insbesondere bei der Berufs- und Studienorientierung zum Ausdruck. Verbesserte und koordinierte Ansätze bei der Berufsorientierung sind ein wichtiger Baustein für die Fachkräftesicherung des Landes Brandenburg.

In der zweiten Vereinbarung wird zusätzlich zu den bestehenden Aktivitäten eine intensivere Berufs- und Studienorientierung für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 13 verabredet. Diese Maßnahmen zur vertieften Berufs- und Studienorientierung richten sich speziell an Förderschulen, Gymnasien sowie Gesamtschulen, die nicht an der "Initiative Oberschule" beteiligt sind. So können etwa Förderschulen Exkursionen in Betriebe oder Praktikumsbegleitung anbieten und Gymnasien Hospitationen an Universitäten oder in akademisch geprägten Tätigkeitsbereichen. Somit kann nun an allen Schulen in Brandenburg vertiefte Berufsorientierung angeboten werden.

Bildungsminister Holger Rupprecht zeigte sich anlässlich der Unterzeichnung der Vereinbarung auch zufrieden mit den Ergebnissen des ersten Jahres der "Initiative Oberschule". "Die Oberschule ist eine Schulform, in der die Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft optimal auf ihre Zukunft und auf das spätere Berufsleben vorbereitet werden – dabei hilft die `Initiative Oberschule` maßgeblich mit", betonte Rupprecht. Fast alle Oberschulen und viele Gesamtschulen im Land hätten sich um Projektmittel beworben, so der Bildungsminister weiter. "Die bisher vereinbarten Schulprojekte im Rahmen der "Initiative Oberschule" zeigen, dass dieses Programm auf eine breite Resonanz und Akzeptanz bei den Schulen stößt."

Im vergangenen Schuljahr fanden insgesamt 225 Projekte an 109 Schulen statt, darunter waren u.a. 91 Projekte zur Berufsorientierung und 120 Projekte zur Stärkung der Sozialkompetenz. Zudem wurden 24 Praxislernprojekte durchgeführt. Die Projekte wurden mit knapp 1,3 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds, mit 860.000 Euro in Form von Lehrerstellen durch das Land sowie mit knapp 200.000 Euro durch die Arbeitsagenturen finanziert. Mit den Projekten konnten insgesamt 13.200 Schülerinnen und Schüler erreicht werden.

In diesem Schuljahr sind bislang 273 Projekte an 123 Schulen geplant, darunter sind u.a. 124 Projekte zur Berufsorientierung und 122 Projekte zur Stärkung der Sozialkompetenz. Dazu kommen noch 51 Praxislernprojekte. Die Projekte werden mit zwei Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds, mit 860.000 Euro in Form von Lehrerstellen durch das Land sowie mit knapp 500.000 Euro durch die Arbeitsagenturen finanziert. Die geplanten Projekte werden voraussichtlich 20.000 Schülerinnen und Schüler erreichen.

Die Vereinbarungen mit der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit sowie Hintergründe zur "Initiative Oberschule" und ausgewählte IOS-Projekte sind im Anhang. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.mbjs.brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb2.c.406200.de


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