Starke Persönlichkeiten entwickeln - das ist der beste Jugendmedienschutz

"Unsere Kinder und Jugendlichen leben täglich mit modernen Medien. Wir müssen sie unterstützen, als starke Persönlichkeiten kompetent mit ihnen umzugehen." So bilanzierte Kultusstaatssekretär Bernd Sibler heute am FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht in Grünwald die Möglichkeiten von Schule und Elternhaus, mit möglichen Gefährdungen aus dem Internet und der digitalen Welt umzugehen.

09.09.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Anlass war die Veröffentlichung der ersten deutschen Längsschnittstudie zum Zusammenhang von brutalen Computerspielen und der Gewaltbereitschaft von Jugendlichen. Prof. Günter Huber von der Universität Tübingen hatte auf der Basis einer zweijährigen Untersuchung eindeutige Zusammenhänge zwischen dem Medienkonsum Jugendlicher und ihrer Art, Konflikte zu bewältigen, belegt.

Die bayerischen Schulen seien, so Sibler, mit starken Partner gut aufgestellt in der Medienerziehung. "Nicht nur die Lehrpläne sorgen in allen Jahrgangsstufen und allen Fächern dafür, dass die Schülerinnen und Schüler technisch versiert, vor allem aber reflektiert mit den neuen Medien umgehen lernen. Wir lassen unsere Jugend nicht orientierungslos in der digitalen Welt", betonte Sibler. So seien in Bayern über 100 Lehrkräfte aus allen Schularten als medienpädagogische Berater für Schulen und Eltern ausgebildet worden. Lehrerfortbildungen wie die "Medieninitiative 2008", die heuer mit vier Regionaltagungen die Lehrkräfte auf den neusten Stand in der medienpädagogischen Entwicklung gebracht hätten, seien genauso unverzichtbar wie die wertvollen Unterrichtsmaterialien aus dem FWU-Institut.

"Der wirkungsvollste Jugendmedienschutz ist aber immer noch, unsere Kinder und Jugendlichen zu starken und wertorientierten Persönlichkeiten zu erziehen. Initiativen wie "Werte machen stark" und kulturelle Projekte, die das Bayerische Kultusministerium auch im kommenden Schuljahr wieder gemeinsam mit der Stiftung art 131 für die Schulen organisieren wird, sind neben der intensiven Zusammenarbeit der Schulen mit den Eltern wichtige Elemente auf diesem Weg", erklärte Sibler.


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