Minister Commerçon

"Startsignal für Inklusion"

Bildungsminister Ulrich Commerçon hat die zwischen den Koalitionsfraktionen erzielte Einigung als "Startsignal auf dem Weg zu einem inklusiven Schulsystem" gewertet:

27.05.2013 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

"Mit der zwischen den Koalitionsfraktionen erzielten Einigung gibt die Landesregierung das Startsignal auf dem Weg zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. In Zukunft werden alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihren Fähigkeiten, der Art ihrer Beeinträchtigung oder ihrer Behinderung grundsätzlich gleichberechtigt, ungehindert, barriere- und diskriminierungsfrei an den Angeboten unseres Bildungssystems teilhaben können. Alle Kinder werden in den Grundschulen eingeschult, es sei denn, die Eltern wünschen dies anders. Damit schaffen wir - wie im Koalitionsvertrag vereinbart - das echte Wahlrecht für die Schülerinnen und Schülern und ihre Eltern.

In Zukunft gilt: Wir wollen weg von der defizitorientierten Betrachtung unserer Schülerinnen und Schüler. Nicht die Kinder sollen ´schulfähig´, sondern unsere Schulen ´kindfähig´ werden. Damit stellen wir sicher, dass die Schulen der Vielfalt unserer Kinder gerecht werden können.

Bei der Feststellung des Anspruchs auf besondere pädagogische Förderung gehen wir zu einem System der Budgetierung über. Deshalb werden alle Grundschulen eine Budgetierung mit Förderschullehrkräften erhalten.

Den Schulen wird es ermöglicht, den Unterricht in der flexiblen Schuleingangsphase in jahrgangs- und klassenübergreifenden Lerngruppen zu organisieren. Die bisherige Leistungsbeurteilung wird in Zukunft durch differenzierende und auf die Förderung der Kinder ausgerichtete kompetenzorientierte Kommentare ergänzt, aus denen die Eltern den aktuellen Lernstand und den individuellen Förderplan entnehmen können.

Die Versetzungsentscheidung im Übergang von Klasse zwei zu Klasse drei bzw. am Ende der flexiblen Schuleingangsphase entfällt im Hinblick darauf, dass den Schülerinnen und Schülern bei Bedarf eine längere Verweildauer ermöglicht wird.

Die Umsetzung dieser Maßnahmen erfolgt bis spätestens zum Schuljahr 2014/2015. Auf dieser Grundlage wird das Ministerium für Bildung und Kultur für die Grundschulen entsprechende Handreichungen erarbeiten."


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