"Statt Parallelwelten Gesellschaft der Integration und des offenen Dialogs schaffen"

Die Eltern seien als entscheidende Partner mit einzubeziehen, wenn es darum gehe, Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache nachhaltig für die deutsche Sprache zu gewinnen, unterstrich Kultusstaatssekretär Karl Freller heute im Rahmen der Regionalveranstaltung "Integration im Dialog. Integration in Schule und Gesellschaft", zu der die Regierung von Mittelfranken nach Fürth eingeladen hatte.

17.10.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Erfreulicherweise kommen Programme wie ,Mama lernt Deutsch' gut bei den Eltern an", so Freller. Viele Eltern seien sich dessen bewusst, dass das Erlernen der deutschen Sprache unverzichtbare Voraussetzung für den schulischen und beruflichen Erfolg ihrer Kinder ist. "Integration ist auch ein aktiver Prozess, für den es die Bereitschaft aller Beteiligten braucht!" Es nütze wenig, wenn die Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund im Unterricht zum Deutschsprechen angehalten werden, die Eltern aber zu Hause ausschließlich in der Muttersprache sprechen.

Über die sprachliche Integration hinaus sei auch die Werteerziehung in Hinblick auf eine gelingende Integration als wesentliche Bildungsaufgabe zu begreifen: Es gelte den jungen Menschen sowohl die Grundwerte der Verfassung zu vermitteln als auch eine religiöse Erziehung im eigenen Glauben zu ermöglichen. "Diese Aufgabe können wir nicht den Koranschulen überlassen," so Freller. Das staatliche Unterichtsangebot islamischer religiöser Unterweisung solle daher ausgebaut werden: "Erfolgreiche religiöse Erziehung an der Schule kann wesentlich zur Verständigung zwischen den Kulturen beitragen."


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