GEW Schleswig-Holstein

Streit um Lehrerstellen: Jede nicht gestrichene Stelle ist ein Gewinn für die Schulen

"Jede nicht gestrichene Lehrerstelle bietet die Chance, die Bedingungen an den Schulen für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Insofern begrüßen wir die späte Erkenntnis von Bildungsminister Dr. Klug, wenigstens auf die Streichung von 453 Lehrerstellen zu verzichten. Projekte wie das vom Bildungsminister genannte "Lesen macht stark" dürfen nicht wegen Stellenstreichungen auf der Strecke bleiben", sagte Bernd Schauer, Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), zum neuerlichen Streit um Lehrerstellen in der schwarz-gelben Landesregierung am Donnerstag, 26. Januar 2012 in Kiel.

26.01.2012 Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

Auf einem anderen Blatte steht für die GEW, was von der Glaubwürdigkeit des Bildungsministers zu halten ist. Als für Bildung verantwortlicher Minister dieser Landesregierung trage Herr Dr. Klug schließlich die Verantwortung für Stellenstreichungen und Arbeitszeitverlängerungen für die Lehrkräfte in der laufenden Wahlperiode, so der GEW-Landesgeschäftsführer. "Noch vor einem halben Jahr hat er die Schulsituation in Schleswig-Holstein für so gut wie nie gehalten. Dann beim FDP-Parteitag im November wollte er auf einmal 300 Stellen weniger streichen, jetzt 450. Sollte sich der Opportunismus der FDP in dieser Geschwindigkeit weiterentwickeln, wird sie sich wahrscheinlich noch bis zu den Landtagswahlen der alten GEW-Forderung anschließen, alle durch den Schülerrückgang frei werdenden Mittel im Bildungssystem zu belassen."

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