Streit um neue Biologiebücher
02.09.2011 Artikel
Kurz vor Schulbeginn schlagen in Frankreich die Wellen wegen neuer Biologiebücher hoch. Konkret geht es um einige Inhalte, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Nach dem neuesten Lehrplan, der gemeinsam von Behörden, Lehrern und Wissenschaftlern erstellt wurde, wird dort nun ein Kapitel mit dem Titel "Mann oder Frau werden" eingeführt, in dem es unter anderen um die "sexuelle Identität" eines Menschen in der Gesellschaft geht. 80 Abgeordnete der konservativ-liberalen Regierungskoalition fordern die neuen Biologiebücher aus dem Verkehr zu ziehen, weil die sexuelle Identität der Menschen als kulturelles Konstrukt dargestellt werde. Andere Kritiker fürchten gar, Homosexualität werde propagiert. Die oppositionellen Sozialisten und ein Teil der Lehrerschaft halten dagegen. Sie argumentieren, Politiker sollten keine Schulbücher verfassen und sich nicht in die Freiheit der Lehre einmischen.
Keine Kommentare vorhanden