Über 2.800 Hauptschüler legen Prüfung zur Zertifizierung ihrer Herkunftssprache ab

Im Rahmen der Hauptschulabschlussprüfung 2007 können Hauptschüler mit Migrationshintergrund in ihrer Herkunftssprache ein Zertifikat zu erwerben. Für dieses Angebot haben sich landesweit 2.841 Schülerinnen und Schüler angemeldet. Zusätzlich können ausländische Schülerinnen und Schüler, die ab Klasse 7 oder später in die Hauptschule eingetreten sind, die Prüfung in einer Sonderfremdsprache als Ersatz für die Fremdsprache Englisch ablegen. Das Ergebnis zählt zur Abschlussnote.

22.05.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Die Prüfungen in den Herkunftssprachen finden am Donnerstag (24. Mai) statt und können in zwölf Sprachen abgelegt werden. Wie schon im letzten Jahr stehen auch 2007 Französisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Serbisch, Spanisch, Türkisch und Ungarisch zur Auswahl.

Im Jahr 2002 nahmen 265 Schülerinnen und Schüler zusätzlich zu der verbindlichen Englisch-Prüfung auch an einer Italienisch-Prüfung teil. 2003 wurde die Zertifizierung auf sechs Sprachen ausgeweitet: Zu Italienisch kamen Türkisch, Russisch, Spanisch, Griechisch und Französisch hinzu.

Fast 1.000 Jugendliche nutzten diese Chance. Im Jahr 2004 nahmen über 1.500 Hauptschüler an den muttersprachlichen Prüfungen in insgesamt elf Sprachen teil. Im Jahr 2005 kam Portugiesisch als zwölfte Herkunftssprache hinzu. Damals meldeten sich mehr als 2.200 Jugendliche zur Zusatzprüfung an. Im Jahr 2006 stieg die Zahl der Prüflinge auf 2670 und erreicht dieses Jahr ein Rekordniveau von 2.841 Schülerinnen und Schüler.

Mit der erfolgreichen Prüfung in der Herkunftssprache wird eine Sprachkompetenz nachgewiesen, die den Anforderungen des Bildungsplans der Hauptschule für die Fremdsprache Englisch entspricht. Die Aufgaben in allen Herkunftssprachen sind nach Form und Inhalt mit den Englisch-Aufgaben vergleichbar und kommen dem Niveau einer zweiten Fremdsprachenprüfung gleich. Die erfolgreiche Teilnahme wird im Abschlusszeugnis als "Erweitertes Bildungsangebot" mit Note dokumentiert.


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