Und sie bewegt sich doch?
"Dass in der Schulpolitik Stillstand in Wirklichkeit Rückschritt bedeutet, sieht der VBE genauso wie die FDP", erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft VBE NRW. "Der Parteivorsitzende und Innovationsminister müsste allerdings diesen Gedanken nun zügig auch ins Kabinett tragen."
12.11.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRWDer VBE fordert schon lange mehr Entscheidungsfreiheit der Kommunen in Fragen der regionalen Schulstruktur. Die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion stand dieser Forderung bislang aber nicht sehr aufgeschlossen gegenüber.
"Vielleicht kann der Innovationsminister ja auch hier Unterstützung und Weiterbildung anbieten", so Beckmann weiter. "Die Verteidiger des Status Quo sind schließlich überall ein Hemmschuh für die Weiterentwicklung."
Auch für den VBE sind Schulstrukturen kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um das höchste Maß an Chancengleichheit und die bestmögliche Förderung der Schülerinnen und Schüler zu erreichen. Bislang war allerdings nicht erkennbar, dass die FDP der Auffassung sein könnte, diese Ziele seien außerhalb des strikt gegliederten Schulsystems erreichbar.
"Wenn die FDP nun schon etwas Bewegung zeigt, sollte aber doch die CDU nicht zurückstehen", so Beckmann abschließend. "Die FDP befindet sich offenbar zumindest auf dem Weg zu der Erkenntnis, dass innere und äußere Schulreform zwei Seiten einer Medaille sind. "In diesem Fall freuen wir uns, dass der gelbe Schwanz mit dem schwarzen Hund wackeln will."
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