Unterrichtsausfall spürbar reduziert – weitere Anstrengungen aber erforderlich!
Der nordrhein-westfälische Philologen-Verband hält die künstliche Aufregung und ungerechtfertigte Panikmache der Oppositionsparteien zur Stichprobe über den Unterrichtsausfall für völlig überzogen.
18.09.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Philologenverband NRW (PhV NRW)Mit annähernd 6.000 Lehrerinnen und Lehrern, die in den letzten 3 Jahren zusätzlich eingestellt worden sind, hat sich die unterrichtliche Versorgung zweifellos erheblich verbessert. Jeder Schulpraktiker weiß allerdings auch, dass eine rechnerische Lehrerversorgung, die über 100 % liegt, nicht automatisch die Schulerfordernisse abdeckt. Daher appelliert der Philologen-Verband, eine kontinuierliche Einstellungspolitik zu betreiben, damit die Schulen eine hinreichend große Vertretungsreserve erhalten, um auch beispielsweise ausfallenden Fachunterricht möglichst mit entsprechenden Fachkolleginnen und –kollegen auffangen zu können.
Die von den Oppositionsparteien erhobene Forderung einer tagesaktuellen Unterrichtsausfall-Erhebung lehnt der Philologen-Verband strikt ab. Die in diesem Jahr – wie auch bereits in den vergangenen Jahren – durchgeführte Stichprobe ist völlig ausreichend. Zwar ist sie eine Momentaufnahme, damit aber nicht weniger aufschlussreich und aussagekräftig. "Eine tägliche Erhebungspraxis würde die Schulen total überfordern. Ein riesigen Druck würde sich aufbauen und extrem belastend auswirken. Das Verfahren wäre außerordentlich zeitaufreibend und keineswegs vom Erkenntniswert zuverlässiger als das, was bei einer Stichprobe ablesbar ist", so Peter Silbernagel.
Der Philologen-Verband lehnt eine ´gläserne Schule´ ab. Sie nämlich würde zu einem Bürokratiemonster mutieren und sehr viel Arbeitskraft binden. Keine Statistik kann sich dagegen wehren, verzerrt und sachunangemessen wahrgenommen und interpretiert zu werden.
Doch läuft der jetzt inszenierte Streit um die Höhe des Unterrichtsausfalls ins Leere. Bei aller berechtigter Kritik an manchen schulpolitischen Vorhaben ist die Einstellungspolitik des Landes Nordrhein-Westfalen auch im Vergleich zu anderen Bundesländern vorbildlich.
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