Sachsen-Anhalt:

Unterrichtsausfall wegen Warnstreiks

(red/ots) In Sachsen-Anhalts Schulen droht ab kommenden Dienstag aufgrund von Streiks der Lehrerschaft Unterrichtsausfall. Nach einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung plant die Bildungsgewerkschaft GEW "ganztätige Warnstreiks", vor allem in Halle und Magdeburg, "punktuell aber auch in kleineren Städte", sagte GEW-Sprecher Hans-Dieter Klein der Zeitung.

15.02.2013 Artikel

Grund seien die in der Nacht zum Freitag abgebrochenen Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst. Die Arbeitgeberseite unter Verhandlungsführerschaft von Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) hatte bei der zweiten Tarifrunde erneut kein Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaften fordern einen Gehaltserhöhung von 6,5 Prozent, die Bullerjahn als "völlig überzogen" zurückgewiesen hatte. Meldungen, wonach Bullerjahn von einer Einigung bei der dritten Verhandlungsrunde Anfang März ausgeht, bezeichnete Klein als "warme Worte, auf die man nichts geben kann".

Die Lehrer im Land seien streikbereit; die Stimmung durch eine angedrohte Arbeitszeiterhöhung zusätzlich angeheizt. Klein erklärte, dass die GEW betroffene Eltern vor den Streiks informieren wolle, damit diese ihre Kinder gleich zuhause lassen könnten. Sich um eine Betreuung der Schüler in der Schule zu kümmern, sei nicht Sache der Gewerkschaft, sondern der Schulverwaltung, so Klein.


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