Unterrichtsausfallstatistik 2009: Unterrichtsausfall seit 2006 konstant auf niedrigem Niveau

Der Unterrichtsausfall in Nordrhein-Westfalen hat mit 2,3 Prozent den zweitniedrigsten jemals gemessenen Wert erreicht. Dies geht aus der heute vorgelegten Unterrichtsausfallstatistik 2009 hervor. "Großer Dank dafür gebührt den Lehrerinnen und Lehrern, die hart für diesen Erfolg gearbeitet haben. Im Vergleich zu den letzten Untersuchungen unter Verantwortung der rot-grünen Landesregierung konnte der Unterrichtsausfall um rund die Hälfte reduziert werden. Damit hat die Landesregierung ihr Versprechen zur Sicherung der Lernzeit eingehalten", erklärt Schulministerin Barbara Sommer.

22.12.2009 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Unter Verantwortung der Vorgängerregierung betrug der Unterrichtsausfall durchschnittlich rund 4,5 % (2001: 4,3 %, 2003: 4,7 % und 2005: 4,4 %). Unter der CDU/FDP-Koalition liegt er bei durchschnittlich 2,3 % (2006: 2,4 %, 2007: 2,6 %, 2008: 2,0 % und aktuell 2,3 %). Barbara Sommer: "Besonders freut mich die Konstanz der Ergebnisse seit Regierungsübernahme. Die geringen Schwankungen belegen, dass die Landesregierung den Unterrichtsausfall nachhaltig verringert hat. Gegenüber den konstant hohen Ausfallquoten unter der SPD-geführten Landesregierung ist das ein entscheidender Fortschritt zum Wohle unserer Kinder."

Ursache der deutlichen Verbesserungen ist vor allem die Bereitstellung von zusätzlichen Lehrerstellen. Barbara Sommer: "Die von der Landesregierung ergriffenen Maßnahmen sowie die massiven Investitionen in zusätzliche Lehrerstellen haben die gewünschte Wirkung erzielt. Die Sicherstellung des Unterrichts und die Bekämpfung des Unterrichtsausfalls sind für uns von entscheidender Bedeutung. Wir sorgen für Verlässlichkeit für Schüler und Eltern."

In den einzelnen Schulformen hat sich der Unterrichtsausfall gegenüber 2005 wie folgt verringert:

  • In der Grundschule von 3,9 auf 1,6 Prozent (Rückgang um 60 Prozent),
  • in der Hauptschule von 3,8 auf 3,2 Prozent (Rückgang um 16 Prozent),
  • in der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen von 3,1 auf 2,6 Prozent (Rückgang um 16 Prozent),
  • in der Realschule von 5,9 auf 3,0 Prozent (Rückgang um 49 Prozent),
  • in der Gesamtschule von 4,3 auf 3,0 Prozent (Rückgang um 30 Prozent),
  • im Gymnasium von 4,8 auf 1,8 Prozent (Rückgang um 62 Prozent).

Etwa jede zweite ausgefallene Unterrichtsstunde geht auf eine Erkrankung der Lehrkraft zurück. Weitere wichtige Ausfallgründe sind die Abnahme von Prüfungen und die Begleitung von Schülerinnen und Schülern zu Klassenfahrten, Wandertagen, Exkursionen oder Sportveranstaltungen sowie Fortbildungen der Lehrkräfte.

Der Anteil des ersatzlos ausgefallenen Unterrichts unterscheidet sich für die einzelnen Regierungsbezirke insgesamt nur geringfügig. In den Bezirken Düsseldorf und Detmold (jeweils 2,3 %), Köln (2,4 %) und Arnsberg (2,5 %) sind die Anteile des ersatzlos ausgefallenen Unterrichts praktisch identisch. Im Regierungsbezirk Münster ist der Anteil mit 1,9 % geringer.

Die Erhebung des Unterrichtsausfalls erfolgte nach der gleichen Methode wie schon unter der Vorgängerregierung, so dass die Ergebnisse direkt vergleichbar sind. Einzige Veränderung in diesem Jahr war die Verdopplung der Stichprobengröße, so dass über die Landesergebnisse hinaus auch erstmals Ergebnisse auf Ebene der Regierungsbezirke vorliegen. An der Untersuchung des Unterrichtsausfalls haben im April und Mai 2009 rund 600 zufällig ausgewählte Schulen (120 je Regierungsbezirk) teilgenommen.

Den vollständigen Bericht über die Stichprobe zum Unterrichtsausfall finden Sie im Internet: www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulpolitik/Ausfallstatistik/Bericht_2009_Ausfallstatistik.pdf (PDF)


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