Unterstützung für den Kurs der Bildungsgewerkschaft
Bei den Personalratswahlen 2008 der Lehrerinnen und Lehrer hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften an den Förder- und Gesamtschulen ihre bisherige Mehrheit in den Bezirken und beim Hauptpersonalrat eindrucksvoll ausgebaut. Landesweit entfielen im Hauptschulbereich, erstmals getrennt von den Grundschulen, die meisten Stimmen auf die GEW-Liste. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft wertet den Ausgang insgesamt als "erfreuliches Ergebnis" und sieht ihren klaren politischen Kurs durch das Votum der Lehrerinnen und Lehrer an den 6.500 Schulen in NRW "gut bewertet".
06.06.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen"Die Kolleginnen und Kollegen in den Schulen des Landes haben ein feines Gespür dafür, wenn der Personalrat gute Arbeit macht. Auch das große politische Engagement der GEW ist sehr positiv honoriert worden", erklärte heute die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer nach Abschluss der Stimmauszählung.
Die vergangenen Jahre seien geprägt vom politischen Einsatz für den Erhalt einer qualifizierten Mitbestimmung im öffentlichen Dienst und vom Einsatz für eine deutliche Reduzierung der Arbeitszeit und der Arbeitsbelastung der Kolleginnen und Kollegen. "Wir haben auch mächtig Druck gemacht gegen falsche und handwerklich schlecht gemachte Reformen der Landesregierung", ergänzte die GEW-Vize. Mit Vehemenz habe man sich gegen Schuldzuweisungen von Schulministerin Sommer an die Lehrerinnen und Lehrer gewehrt. "Das Chaos des Zentralabiturs hat das Schulministerium zu verantworten. Die Schülerinnen und Schüler sind die Leidtragenden und den Kolleginnen und Kollegen wird der Schwarze Peter zugeschoben" empörte sich Schäfer.
Stimmenzuwächse
An den Grundschulen liegt die GEW leicht hinter der Konkurrenz. Im größten Regierungsbezirk Düsseldorf errang die GEW Mehrheiten in den beiden neu geschaffenen Personalräten Grundschule und Hauptschule. An den Gymnasien konnte die GEW prozentual leicht zulegen. Die Verringerung der Zahl der Mitglieder in diesen Personalräten aufgrund der Änderung des Landespersonalvertretungsgesetzes ging zu Lasten des Konkurrenzverbandes. An den Realschulen zeigen sich nur geringfügige Änderungen. Selbst an den Berufskollegs gibt es Stimmenzuwächse.
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