VBE für Gleichwertigkeit aller Lehrämter

"Der VBE erwartet von der Kultusministerkonferenz (KMK) ein klares Ja zum universitären Masterabschluss für alle Lehrämter mit 300 credit points. Der Bologna-Prozess ist eine große Chance, endlich die Gleichwertigkeit aller Lehrämter in Deutschland zu verwirklichen." Das hat heute der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger betont.

15.10.2007 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

"Wenn die Kultusminister Mitte dieser Woche in Bonn beraten", so Eckinger, "dürfen sie dem Problem nicht erneut ausweichen." Die Bologna-Reform sei bisher für den Lehrernachwuchs zu einem großen Risikofaktor geworden, kritisierte der VBE-Bundesvorsitzende. "Die KMK hat das Thema immer wieder verschoben. Die Lehrerbildung ist mehr denn je ein Flickenteppich. Trotz gegenteiliger Bekenntnisse der KMK lassen die Länder nicht ab von aufwändigen Anerkennungsprozeduren."

"Der VBE will eine Lehrerbildungsreform, die dem Lehrerberuf zu mehr Attraktivität verhilft", unterstrich Eckinger. Das Umkrempeln der Diplomstudiengänge in Bachelor- und Masterstudiengänge verschiebe aber zum Teil absichtlich die endgültige Entscheidung der Studierenden für den Lehrerberuf. VBE-Bundesvorsitzender Eckinger verwies auf das Eckpunktepapier zur Lehrerbildung in Nordrhein-Westfalen vom September 2007. Darin werde erstmals in einem Bundesland die Gleichwertigkeit aller Lehrämter von der Grundschule bis zur Sekundarstufe II in der universitären Lehrerausbildung angelegt. "Nachmachen ist mehr als erlaubt", bekräftigte Eckinger.

In NRW sollen für alle Lehrämter sechs Semestern Bachelorstudium vier Semester Masterstudium folgen, dem sich das Referendariat als zweite Phase der Ausbildung anschließt.


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