VBE: Lernmittelfreiheit darf nicht zu leichtfertigem Umgang mit den Büchern verführen

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg begrüßt es, dass es eine in der Verfassung verankerte Lernmittelfreiheit gibt. Wenn Bücher kostenlos zur Verfügung gestellt werden, dürfe das aber nicht zu einem leichtfertigen Umgang mit dem fremden Gut führen, warnt der VBE.

18.06.2009 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Die von der Verfassung zugesicherte Lernmittelfreiheit in Baden-Württemberg gilt als Garant für gleiche Bildungschancen, unabhängig von der Einkommens­situation der Familien. Lernmittelverwalter klagen verstärkt darüber, wie unsen­sibel Schüler mit den ihnen kostenlos zur Verfügung gestellten Büchern um­gehen. Dass Bücher, die aus Kostengründen eigentlich längere Umlaufzeiten haben sollten, immer schneller verschleißen und als unbrauchbar aussortiert werden müssen, kann man nicht nur den von den Verlagen "mit heißen Fäden gebundenen" Büchern anlasten. Der sorgfältige Umgang mit fremdem Gut gehört nach Auffassung des VBE leider nicht mehr überall zum gesellschaft­lichen Grundkonsens. Obendrein ist es bisweilen gängige Meinung, dass das, was nichts kostet, auch nichts wert ist.

Während auf der einen Seite viele Eltern und noch mehr Schüler eine Menge Geld für Markenklamotten, Edel-Handys und exklusive Freizeitvergnügungen ausgeben können, müssen die Schulen um jedes zusätzlich benötigte Arbeitsheft heftig ringen.


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