VBE möchte statt vieler Worte mehr Taten sehen
"Nicht die Lehrer benachteiligen die Kinder aus Zuwandererfamilien, sondern die Schüler sind aufgrund ihrer Herkunft beim Lernen benachteiligt", unterstreicht der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Rudolf Karg (Karlsruhe). Da die Schulen keinen direkten Einfluss auf die Familien haben, benötigen sie von der Politik genügend Ressourcen, um die Benachteiligung dieser Kinder abbauen zu können.
18.12.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-WürttembergKarg wörtlich: "Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, dass wir alle Kinder auf ein einheitliches Bildungsniveau bringen können. Die Gesellschaft darf aber nicht weiter zusehen, dass Schüler trotz vorhandener Möglichkeiten in unserem Land aus finanziellen Gründen nicht so gefördert werden, wie es notwendig und auch machbar wäre."
Der VBE plädiert für folgende Sofortmaßnahmen:
- Ausbau der Sprachförderung im Elementarbereich
- Senkung des Klassenteilers auf unter 25
- Erhöhung der individuellen Unterstützungsmöglichkeiten bereits in den Eingangsklassen durch ausreichende Stütz- und Förderkurse
- Erhöhung der Fortbildungsmittel für die Lehrkräfte
- Ausbau der Schulsozialarbeit
- mehr Ganztagesangebote im Grundschulbereich
Die vorhandenen Defizite sind alle bereits in den ersten Studien offengelegt worden. Augenscheinlich sind die bisher getroffenen Maßnahmen noch unzureichend gewesen. Nach Auffassung des VBE sollte daher weniger debattiert, dafür aber mehr und zielgerichteter gehandelt werden.
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