VBE rät zum Schulbeginn: Zeit für Kinder haben

"Die eigene Einstellung zu Schule und Bildung und das persönliche Engage­ment entscheiden noch vor dem ersten Schultag über den langfristigen Er­folg der Schüler", versichert der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Rudolf Karg aus Karlsruhe, anlässlich des Schulbeginns in Baden-Württemberg. Es sei nicht damit getan, die Kinder an der Schul­türe abzugeben und darauf zu vertrauen, dass die Lehrer künftig schon alles irgendwie richten würden. Eltern und Lehrer seien Partner zum Wohl des Kindes und müssten sich gemeinsam und verlässlich um die Bildung und Erziehung der jungen Menschen bemühen - und das nicht nur saisonal.

13.09.2009 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Alle Schüler sind auf dauerhaftes Interesse an ihrer Person und ihrer Arbeit an­gewiesen. Die entscheidenden Grundlagen für eine "erfolgreiche Bildungslauf­bahn" werden jedoch nicht erst im Kindergarten oder in der Grundschule gelegt, son­dern schon viel früher: gleich nach der Geburt, daheim in der Familie. Eine positive Einstellung der Eltern zum Leben, zum Lernen und zu den Bil­dungs­einrichtun­gen sowie eine behutsame, aber dauerhafte Unterstützung ver­stärken die Moti­vation der Kinder.

Das tägliche Interesse der Eltern an den Lernfortschritten ihrer Kinder sowie die Würdigung ordentlich gemachter Schul- und Hausauf­gaben geben nicht nur Erstklässlern das Gefühl für die Wichtigkeit und Wertig­keit ihrer Arbeit. Der VBE-Vorsitzende rät Eltern, sich trotz eigener Sorgen in schwierigen Zeiten intensiv für die Be­lange ihrer Söhne und Töchter zu interes­sieren und sich regel­mäßig für sie Zeit zu nehmen. Der Verbandschef wörtlich: "Hören Sie Ihren Kindern zu, sprechen Sie mit ihnen; fragen Sie nach, nehmen Sie teil am Leben Ihres Kindes und suchen Sie bei Problemen zusammen nach Auswegen. Ver­suchen Sie, wann immer es geht, Mahlzeiten gemeinsam einzu­nehmen. Spielen Sie mit ihren Kindern und lesen Sie ihnen häufig vor. Vor­lesen schafft nicht nur körperliche Nähe, sondern motiviert Kinder, selbst ein Buch in die Hand zu nehmen und darin zu schmökern."

Schüler entwickeln sich vor allem dann positiv, wenn sie Zuwendung, Aufmerk­samkeit und Anerkennung erfahren, Ermutigung statt Entmutigung, Geduld statt Ungeduld. Das sollten Elternhaus und Schule gerade in den unruhigen Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs in besonderem Maße beherzigen.


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