VBE: Schüler noch mehr zum Lesen "verführen" - auch im Computerzeitalter ist Lesekompetenz unverzichtbar

Anlässlich der heute beginnenden Leipziger Buchmesse verweist der Ver­band Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg auf die Bedeu­tung des Lesens selbst im Computerzeitalter. Schüler könnten im Lesen nicht früh genug richtig stark gemacht werden, denn Lesekompetenz sei die Basis für eine erfolgreiche Bewältigung fast aller Unterrichtsfächer.

13.03.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Leseförderung beginne schon sehr früh, lange bevor das Kind überhaupt ein Schulhaus von innen gesehen habe, unterstreicht der VBE-Sprecher. Die Liebe zum Buch könne von Erwachsenen oder älteren Geschwistern geweckt werden, die durch Vorlesen Geschichten lebendig machten und das Kind so auf eine sehr angeneh­me Art und Weise in die Welt der Buchstaben einführten. Lehrer, die sich die Zeit nehmen, im Unterricht aus Büchern vorzulesen, "verführten" Schüler dazu, sich die Literatur aus der Bücherei auszuleihen oder zum Geburts­tag zu wün­schen und dann selber weiter zu lesen, versichert der VBE-Sprecher. Auch eine Klas­senbücherei mit griffbereiten Nachschlagewerken und spannen­den oder lustigen Erzählungen habe einen hohen Aufforderungscharakter.

Die Vorbildfunktion der Eltern und Lehrer beim Lesen ist nicht zu unter­schät­zen. Kinder sehen sehr wohl, ob sich Erwachsene aus Zeitungen oder Bü­chern Informatio­nen verschaffen, ob Lesen als unterhaltsam und entspannend empfun­den wird oder lediglich Plage bedeutet.

Auch im Zeitalter von Internet, Fernsehen und interaktiven Schulungsprogram­men am PC bleibt Lesen d i e Grundvoraussetzung allen Lernens. Selbst der größte Computer-Freak braucht Lesekompetenz und sei es nur, um die schrift­li­chen Eingabeaufforderungen am Bildschirm - "Sind Sie si­cher, dass…?" - oder die Installationsanweisungen für die neue Software zu verstehen.

Ein guter Deutschunterricht zeichnet sich nach Auffassung des VBE dadurch aus, dass Kinder Freude am Lesen bekommen und diese behalten, dass Lektüre Lust und nicht Frust hervorruft. Lesekompetenz zu besitzen bedeutet nicht, einen Text lediglich den Buchstaben nach zu erlesen oder vortragen zu können. Vielmehr kommt es darauf an, den Inhalt zu erfassen, ihn zu verstehen sowie darüber reflektieren und reden zu können. Unter diesem Aspekt ist Leseförde­rung in al­len Unter­richtsfächern möglich und auch zwingend nötig.


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