VBE Südbaden irritiert: Ärger und Verwunderung beim VBE

Das Vorwärts-Rückwärts in der Bildungspolitik des Landes Baden-Württemberg ist dem Verband Bildung und Erziehung (VBE)ein Ärgernis. Wer ist eigentlich in unserem Land für die Bildungspolitik zuständig? fragt verwundert der Vorsitzende des VBE Südbaden, Ekkehard Gabriel. Nach hoffnungsvollen Signalen des Kultusministeriums und des Ministerpräsidenten, gäbe es immer wieder Breitseiten aus dem Finanzministerium, weil Finanzminister Willi Stächele sich offenbar nicht an die Kabinettsdisziplin halten wolle. Seine wiederholten Vorschläge für Schulleiter auf Zeit und die neuerliche Ablehnung von Maßnahmen innerhalb der Finanzierung der Qualitätsoffensive Bildung zeigten, dass er, der Finanzminister, noch gar nicht verstanden habe, dass Ausgaben für die Bildung keine Kosten verursachen, sondern Investitionen in die Zukunft seien. Stächele hat aktuell geäußert, dass er die Absenkung des Klassenteilers in diesem Jahr nicht mittragen wolle.

23.10.2009 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Wie Gabriel darlegte, ergäben sich täglich Widersprüche aus den auch in der Öffentlichkeit propagierten Wunschvorstellungen des Kultusministeriums und den in diesem Zusammenhang vorgegebenen Rahmenbedingungen. Wenn von individueller Förderung der Schülerinnen und Schüler die Rede sei, dann müssten doch auch pädagogische Laien erkennen, dass dies in 33-er Klassen nur sehr begrenzt möglich ist. Allerdings geht dem VBE Südbaden auch die beabsichtigte Senkung auf den Klassenteiler 28 zu wenig weit. Nur wer einmal in einer Klasse gestanden habe könne ermessen, was es heißt, mit Individuen verschiedenster Vorerfahrungen und Prägung zu einem gemeinsamen Ziel zu kommen.

Ekkehard Gabriel appelliert deshalb an die Landesregierung, inbesondere an das Kultusministerium und den Ministerpräsidenten, in den Bemühungen um Verbesserungen im Bildungsbereich nicht nachzulassen und den Finanzminister in diese Gedankengänge mit einzubinden. Die vom VBE vorgelegte und vorgeschlagene Bildungsoffensive II sieht eine Absenkung des Klassenteilers auf 22 Schüler pro Klasse in den Grund-, Haupt-, Realschulen und Gymnasien vor. Der VBE fordert vom Ministerpräsidenten, die beschlossene Absenkung der Klassenstärken jetzt auch einzuhalten und eine einheitliche Sprachregelung des Kabinetts anzustreben.

www.vbe-suedbaden.de


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