Baden-Württemberg

VBE unterstützt den neuen LEB-Chef bei seinem Vorstoß, die Realschule nicht aus den Augen zu verlieren

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) begrüßt es, dass sich der neue Vor­sitzende des Landeselternbeirates, Matthias Fiola, dafür stark macht, die Realschulen nicht ganz aus den Augen zu verlieren. Die Realschule sei als "Sandwich-Schulart" zwischen Hauptschule und Gymnasium in der Tat in der letzten Zeit in der Medienlandschaft kaum beachtet worden, räumt auch VBE-Chef Rudolf Karg (Karlsruhe) ein, dabei sei doch gerade das, was beim Sandwich mittendrin liege, in der Regel das Beste.

25.04.2010 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

In der Realschule werde solide Arbeit geleistet, unterstreicht der VBE-Chef. Das sei sicher mit auch ein Grund, warum sie so wenig in die Schlagzeilen gerate. Lehrer, Eltern und Schüler seien mit "ihrer" Schulart hochzufrieden.

Ein Ärgernis seien aber in der Tat die meist bis zur Schülerhöchstzahl voll­gefüllten Klassen, die durch "Rückkehrer" aus den Gymnasien während des Schuljahres bisweilen auch über Limit geführt werden müssen.

So erfreulich die Senkung des Klassenteiler für Grundschulen auf 28 im kom­menden Schuljahr auch sei, dürfen die Sekundarschulen dabei nicht aus den Augen gelassen werden, warnt Rudolf Karg.

Die vorgesehene sukzessive Senkung des Klassenteilers auch an den Realschu­len bis auf 28 Schüler sei zwingend notwendig und dürfe keinesfalls an den immer wieder geäußerten "Begehrlichkeiten" des Finanzministers scheitern, der in dieser Richtung allzu gerne den Hilfsbrem­ser spielen möchte.

Dass von Realschulseite so wenig Klagen öffentlich geäußert werden, heiße noch lange nicht, dass Schüler, Eltern und Lehrer dort nicht unter den zu vollen Klassen leiden würden, versichert der VBE-Chef.

Der VBE hat sich als Richtwert die Schülerhöchstzahl 22 pro Klasse auf die Fahnen geschrieben, eine Zahl die etwa bei Volkshochschulkursen ganz selten er­reicht wird, obwohl dort alle Schüler freiwillig und hoch motiviert zum Unter­richt kommen - eine Situation, die bei den Schülern an den Pflichtschulen nicht immer voll zutrifft.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden