VBE: Vom Kinderland weit entfernt

Im Jahre 2005 hat Ministerpräsident Oettinger das Kinderland Baden-Württemberg ausgerufen. Bereits zwei Jahre später, so der Pressesprecher des Landesbezirks Südbaden des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Josef Klein, ist Baden-Württemberg weiter denn je davon entfernt, ein kinderfreundliches Land zu sein.

09.07.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Das Gerangel um die Finanzierung von familien- und damit kinderfreundlichen Unterstützungsmaßnahmen, die Nichteinstellung der Lehrkräfte im Schulbereich und der Unterrichtsausfall in allen Schularten, besonders in der Sekundarstufe, sind eines Kinderlandes unwürdig, stellt Klein fest. "Wenn die Politiker PISA als Maßstab in ihren Sonntagsreden heranziehen, kann es nicht sein, dass im gleichen Atemzug die Unterrichtsversorgung knapp gehalten wird", ist der Pressesprecher überzeugt.

Besonders tragisch beurteilt der VBE, dass über drei Viertel aller in diesem Jahr fertig ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer in die Arbeitslosigkeit entlassen werden. Dabei ist die Unterrichtsversorgung alles andere als rosig. Wer im Ländervergleich nach vorne kommen wolle, dürfe die Bildungspolitik nicht unter das Diktat des Rotstiftes stellen, fordert der VBE-Sprecher.

Angesichts der hausgemachten Misere im Kinderland verlangt der VBE die Einhaltung politischer Versprechungen auch nach der Wahl, sowie die Priorität für Bildung in ganz Baden-Württemberg.


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