Maskenpflicht ausgesetzt

VBE: Zwiespältige Entscheidung

Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW: „Die Aussetzung der Maskenpflicht im Unterricht der weiterführenden Schulen ist bei dem durch die Landesregierung angeordneten 'angepassten Regelbetrieb' zwiespältig zu sehen.“

28.08.2020 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW
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„Sicherlich wird die Kommunikation im Unterricht ohne Maske deutlich erleichtert, da jedoch das Abstandhalten in den Klassenräumen nicht möglich ist, geht ein wichtiger Schutz verloren. Schulen sollen Garanten für gelingende Bildung sein und verlässliche Betreuung bieten – in der aktuellen Situation gleicht dies der Quadratur des Kreises. Die Maske ist auch ein deutliches Zeichen jahrelanger Unterfinanzierung unserer Schulen. Personalmangel, Platzmangel und verspätete Digitalisierung sind unübersehbar. Es ist notwendig, die Versäumnisse stärker anzupacken. Profitieren würden alle: Die Familien, die Lehrkräfte und das pädagogische Personal und natürlich in der Hauptsache die Schülerinnen und Schüler“, fordert Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

Ärger über Maßnahmen trifft teilweise das Personal

„Lehrkräfte und Schulleitungen kämpfen mit dem derzeitigen Mehraufwand und leisten ihr Möglichstes, den Betrieb zu gewährleisten. Ich appelliere an alle, den Kolleginnen und Kollegen nicht die Schuld für Einschränkungen zu geben. Teilweise traf der Ärger das Personal der Schulen und auch der Kitas, das aber nicht für die schwierige Lage verantwortlich ist, sondern das Virus. Zusammenhalt und Respekt sind gefragt, Angriffe auf Pädagoginnen und Pädagogen helfen nicht“, erklärt Stefan Behlau.


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