VDR fordert die "Plus"-Punkte
Bei der Anhörung zur Schulgesetznovelle durch den Bildungsausschuss des Landtags hat der VDR seine Forderung bekräftigt, die neue Realschule plus für Eltern und Schüler zu einer attraktiven Alternative zum Gymnasium werden zu lassen. Das kann nach Ansicht des VDR-Landesvorsitzenden Bernd Karst nur dadurch erreicht werden, dass sich die Realschule plus mit der Fachoberschule als durchgängiger Bildungsgang darstellt, der auf direktem Weg ohne Schulwechsel zur Fachhochschulreife führt.
06.11.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Verband Reale BildungDeshalb muss die Fachoberschule als Kl. 11 und 12 an allen Standorten eingerichtet werden, an denen dauerhaft mit einer ausreichenden Zahl von Interessenten gerechnet werden kann. Die dadurch erreichte Verzahnung zwischen berufsbildendem und allgemeinbildendem System sollte auch auf die Sekundarstufe I, insbesondere im Wahlpflichtbereich ausgedehnt werden.
Zur besseren individuellen Förderung ist nach Auffassung des VDR in der Orientierungsstufe spätestens ab Klassenstufe 6 eine Fachleistungsdifferenzierung mindestens in Mathematik, Deutsch und Englisch zu ermöglichen. Diese Maßnahme fördert auch die Durchlässigkeit.
Die Klassenmesszahl 25 muss nach Ansicht des Verbandes über die Orientierungsstufe hinaus auch für den Realschulbildungsgang gelten. Für den Berufsreifebildungsgang sind 20 Schüler als Obergrenze vorzusehen.
Bei der Umstrukturierung fordert der VDR ein verstärktes Mitsprache- und Initiativrecht der Schulen und damit der Fachleute vor Ort. Den Kollegien gegen deren Willen übergestülpte Organisationsformen seien zum Scheitern verurteilt.
Zur Sicherung der Vergleichbarkeit und Transparenz hält der Realschullehrerverband die Durchführung von Abschlussprüfungen für unentbehrlich.
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