VDR fordert: Gesellschaftliche Ursachen der Jugendkriminalität bekämpfen!

Mittlerweile jahrzehntelang wurden die Schulen dafür verantwortlich gemacht, dass Kinder und Jugendliche nicht den Verhaltensvorstellungen der älteren Generation entsprachen. Tradierte Erziehungsziele wie Fleiß und Zuverlässigkeit, Gemeinschaftssinn, Höflichkeit und Achtung der Mitmenschen usw. wurden als nicht mehr zeitgemäß, weil einer reaktionären Epoche entstammend, öffentlich abgewertet. Die Einhaltung gesellschaftlicher Normen galt nicht mehr als erstrebenswert.

09.01.2008 Pressemeldung Verband Reale Bildung

Das Ergebnis sehen wir heute: Immer mehr Jugendliche – nicht alle! - die weder vor ihren Eltern noch vor ihren Lehrern und erst recht nicht vor anderen Menschen und deren Leistungen Respekt haben, die nur durch Unterhaltungseffekte zum Lernen zu bewegen sind, weder Leistungsbereitschaft noch Verantwortungsbewußtsein zeigen und schnell zur Gewalt neigen.

Dass es dazu gekommen ist, ist Schuld einer von den "68ern" in die Irre geführten falschen Bildungs- und Jugendpolitik. Nun endlich, angesichts auffälliger Jugendkriminalität, schlechter PISA-Ergebnisse und der Unzufriedenheit der Wirtschaft mit der Ausbildungsfähigkeit der Schulabgänger sehen auch Politiker ein, dass es so nicht weitergeht.

Richtig ist, dass Jugendkriminalität, wie jede Art von Kriminalität überhaupt, nicht durch Entschuldigen, Tolerieren und Gut-zureden zu bekämpfen ist, sondern nur durch die konsequente Durchsetzung gesetzlicher Normen. Insofern ist es ein erster Schritt in die richtige Richtung, das Jugend- und bei über 18jährigen auch das Erwachsenenstrafrecht wenigstens konsequent anzuwenden.

Aber das ist lediglich Herumdoktern an den Symptomen. Es gilt jedoch vor allem, die Ursachen der Fehlentwicklung zu beseitigen.

Darum fordert der VDR:

  • Gleiche Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen und ethnischen Herkunft in einem gut ausgebauten vielfältigen staatlichen Schulsystem
  • Anerkennung der Verantwortung der gesamten Gesellschaft für die Bildung und Erziehung der jungen Generation statt isolierter Schuldzuweisungen an einzelne Gruppen wie beispielsweise Lehrer, Eltern oder Medien
  • Ehrliche und tabulose Analyse des gegenwärtigen Zustandes und Herstellung eines gesamtgesellschaftliches Konsenses zu den Zielen und Mitteln der Bildung und Erziehung

Ansprechpartner

Verband Reale Bildung

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