VDR fordert Kontinuität statt "Patchworkunterricht"
Der Verband Deutscher Realschul¬lehrer (VDR) kritisiert, dass an den Schulen des Landes zunehmend "Patchworkunterricht" erteilt wird. Den im Projekt Erweiterte Selbständigkeit (PES) von den Schulen zur Vertretung eingestellten Lehrkräften fehlt nicht selten die Qualifikation für den Lehrerberuf. Sie sind oft wieder weg, bevor sie sich eingearbeitet haben. Sie dürfen auch Inhalte unter¬richten, die dem ausfallenden Fach nicht entsprechen. Darüber hinaus stellt die Schulbehörde zur Verringerung des Stundendefizits Lehrkräfte mit befristeten Ange-stelltenver¬trägen ein, also ebenfalls nur Lehrer auf Zeit.
25.06.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Verband Reale BildungDie "WELT" berichtet in ihrer Ausgabe vom 21.06.08: Schüler müssen mit "Bildungsmosaiken" zurechtkommen, die von "Patchworklehren" statt von festen Bezugspersonen vermittelt werden. Das bleibt nicht ohne Aus¬wirkungen auf die Unterrichtsqualität!
Bernd Karst, VDR-Landesvorsitzender, sieht - auch mit Blick auf den Konkurrenzkampf der Bundes¬länder um die besten Lehrkräfte - dringenden Handlungsbedarf. Man muss nicht den Stundenausfall sondern den Unterrichtsausfall bekämpfen. Deshalb fordert Karst
- die sofortige Umwandlung der befristeten Vertretungsverträge in Beamtenstellen,
- die Einstellung von 300 Realschullehrkräften zur Vermeidung des Unterrichtsausfalls und zur Schaffung einer Vertretungsreserve,
- die Erhöhung der Zahl der Ausbildungsplätze an den Studienseminaren,
- die Wiederherstellung der früheren Altersgrenze 45 Jahre für die Verbeamtung,
- die Anpassung der Beamtenbesoldung an die allgemeine Einkommensentwicklung.
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