Schulen und Unternehmen

Vereinbarung über Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen ein erfolgreiches Modell

In Baden-Württemberg kooperiert etwa ein Drittel aller Schulen mit einem Unternehmen. "Diese Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen sind unverzichtbar für beide Seiten. Ich freue mich deshalb über die angekündigte Gesprächsbereitschaft der Wirtschaft, das 2008 angelaufene Programm über 2011 hinaus weiterzuführen.

24.03.2010 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Unser Ziel bis Ende des Jahres ist es, dass zwei Drittel aller allgemein bildenden weiterführenden Schulen eine betriebliche Partnerschaft aufbauen und pflegen", sagte Kultusministerin Marion Schick heute anlässlich eines Gesprächs mit Vertretern der Kammern und Verbände der Wirtschaft über den Aufbau von Bildungspartnerschaften. Grundlage des Bilanzgesprächs war eine elektronische Umfrage, an der 1 383 allgemeinbildende weiterführende Schulen (58,9 Prozent) teilnahmen.

"Wichtig ist, dass Schulen und Wirtschaft im engen Kontakt miteinander stehen. Bildungspartnerschaften kräftigen die Brücke zwischen Schülerinnen und Schüler und Berufswelt in vorbildlicher Art und Weise. In Sachen Bildungspartnerschaften ist Baden-Württemberg dabei Vorreiter und wie die Umfrage zeigt, sehr erfolgreich. Immer mehr Schulen schließen eine Partnerschaft mit Unternehmen", sagte Schick. In der Umfrage bejahen 55,5 Prozent der teilnehmenden Schulen eine solche Kooperation. Bildungspartnerschaften sind über alle Schularten verteilt, wobei Werkreal- und Hauptschulen tendenziell häufiger Bildungspartnerschaften eingehen.

"Mit der Vereinbarung wollten wir für Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen einen festen Rahmen finden. Dies haben wir geschafft. Jetzt geht es darum, die Partnerschaften weiter auszubauen", sagte Bernd Bechtold, Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags. Die IHK hatte das Thema Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen im Jahr 2008 initiiert.

"Bildungspartnerschaften sind für das Handwerk Nachwuchsförderung. Für uns ist dies eine tolle Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler Einblicke in unsere Unternehmen zu geben und die Vielfalt der Berufe aufzuzeigen", erklärte Rainer Reichhold, Präsident der Handwerkskammer Region Stuttgart.

"Der umfassende Ansatz der Arbeitgeberverbände geht über eine reine Vermittlung von Bildungspartnerschaften deutlich hinaus. Eingebettet in das Schule-Wirtschaft-Netzwerk und in vielfältige Projektangebote werden wir die Partnerschaften auch in Zukunft unterstützen. Die neue Werkrealschule bietet hierzu vertiefte Möglichkeiten", sagte Reiner Thede, Mitglied des Engeren Vorstands des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall und Geschäftsführender Gesellschafter der Erbe Elektromedizin GmbH in Tübingen.

Bildungspartnerschaften sind intensive und übergreifende Kooperationen der Kammern und Verbände der Wirtschaft mit der Landesregierung. Nach Vorbild des baden-württembergischen Konzepts hat Rheinland-Pfalz letztes Jahr und Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr ähnliche Vereinbarungen mit der Wirtschaft geschlossen. In der Umfrage gaben 768 Schulen in Baden-Württemberg an, eine Bildungspartnerschaft geschlossen zu haben. Für diese Schulen ist dabei ein Schwerpunkt die Hilfe zur Berufswahl sowie zur Verbesserung der Ausbildungsreife der Schüler. 51,6 Prozent halten die Verbesserung der Ausbildungsreife für sehr wichtig, 31,6 Prozent für wichtig. 61,7 Prozent nannten die Hilfe zur Berufswahl für sehr wichtig und 27,5 Prozent für wichtig. Auch die Unterstützung beim Übergang von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf ist aus Sicht der Schule dabei für 57 Prozent sehr wichtig und für 28,2 Prozent wichtig.


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