Bayern

"Verlässliche Schule bleibt unser gemeinsames Ziel"

Auf gemeinsame Anstrengungen seines Ministeriums und der Schulfamilie - Schulleitung, Lehrkräfte und Eltern - für die Sicherung des Unterrichts an den Gymnasien setzt Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. "Wir wollen gemeinsam mit jeder Schule vor Ort den Unterricht für unsere Schülerinnen und Schüler sicherstellen."

28.10.2011 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Diese Grundposition des Ministers hatten gestern Vertreter der Schulleiter, von Eltern und Lehrkräften geteilt, die der Minister zu einem Runden Tisch nach München eingeladen hatte. Sie hatten ihre Bereitschaft zur Mitarbeit erklärt. Gemeinsames Ziel sei eine verlässliche Schule und "gute Bildung für die die Schülerinnen und Schüler", betonte Minister Spaenle. Er werde sich bei den Verhandlungen zum Nachtragshaushalt nachdrücklich für zusätzliche Mittel zur Sicherung des Unterrichts stark machen. Diese können aber nur wirken, wenn auch die Schulen eigene Anstrengungen unternehmen. "Gemeinsam werden wir die Aufgabe bewältigen", rückte er den Blick a! uf das Ziel: "Wir wollen den Anteil des Unterrichtsausfalls am Gymnasium von derzeit 3,9 Prozent merklich senken." Diese Quote hatte eine repräsentative Erhebung des Ministeriums über das gesamte Schuljahr 2010/2011 ergeben.

Schulen und Ministerium haben jeweils eigene Zuständigkeit

Gerade beim kurzfristigen Ausfall von Unterricht übernehmen die Schulen schon bisher die Erstverantwortung. Sie kämen dieser durch schulorganisatorische Maßnahmen, durch "Mehrarbeit" und durch den Einsatz eines von ihnen verwalteten Budgets nach. Es umfasst bayernweit Lehrerwochenstunden in einem Umfang von rund 150 Vollzeitstellen.

Zur Verbesserung von organisatorischen Maßnahmen an den einzelnen Schulen wurde im Rahmen eines Workshops mit Schulleitungen im Kultusministerium ein Katalog von Best-practice-Beispielen entwickelt, der den Schulen zeitnah in einem Schreiben bekannt gegeben wird.

Die Aufgabe, längerfristigen Unterrichtsausfall abzuwenden, sieht der Minister vor allem bei der obersten Landesbehörde. Mit zentral verwalteten Aushilfsmitteln und 110 ausgebildeten Gymnasiallehrkräften als mobile Reserve trage das Ministerium wirkungsvoll dazu bei, den Unterricht sicherzustellen. Seit Unterrichtsbeginn im September sind den Schulen neben der mobilen Reserve Aushilfsmittel im Umfang von rd. 90 Vollzeitstellen zugewiesen worden. Kultusminister Spaenle kündigte an, dass ab Januar alle Gymnasien und Realschulen bei der Erhebung des Unterrichtsausfalls einbezogen werden.

Dank an Lehrkräfte für Engagement - Kleinere Klassen verwirklicht

Minister Spaenle dankte den Lehrkräften der bayerischen Gymnasien für ihr außergewöhnliches Engagement. Sie hätten in den jüngsten Jahren vielfältige Herausforderungen gemeistert, u. a. den doppelten Abiturientenjahrgang und die gestiegene Übertrittsquote von der Grundschule an die Gymnasien. Dem Freistaat sei es aber gelungen, die Anzahl der Lehrkräfte in diesem Zeitraum weiter zu erhöhen und die durchschnittliche Klassenstärke in den vergangenen fünf Jahren von knapp 28 auf knapp 27 Schülerinnen und Schüler zu senken.


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