Viele Schüler lernen, weil es Spaß macht

(bikl.de) Hessischen Schülern macht Lernen Spaß. Das jedenfalls legen die Ergebnisse der Studie "Kinderbarometer Hessen 2006" der "hessenstiftung – familie hat zukunft" nah. Danach sehen knapp 70 Prozent der Kinder das Lernen als wichtig für sich an.

14.08.2007 Hessen Artikel
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Die Untersuchung ging den Fragen nach, warum Kinder lernen, wer sie beim Lernen unterstützt, wann sie ihre Hausaufgaben erledigen und wobei sie etwas lernen.

Wie bereits im Vorjahr haben die Autoren der Studie vier Typen der Lernmotivation herausfiltern können. Die erste Gruppe besteht aus Kindern, die aus sich selbst heraus motiviert sind, weil sie Lernen persönlich wichtig finden, sie den Stoff verstehen wollen oder es ihnen einfach Freude macht zu lernen. Mit 40 Prozent (2005: 28 Prozent) ist diese Gruppe in diesem Jahr stark angewachsen. Die zweite Gruppe mit 26 Prozent (2005: 29 Prozent) bilden Schüler, die vor allem wegen äußerer Anreize lernen. Sie möchten keinen Ärger mit den Lehrern bekommen und möchten außerdem, dass diese ein gutes Bild von ihnen haben. Die dritte Gruppe nennen die Autoren lernunmotiviert, weil die Kinder zwar den Sinn des Lernens nicht anzweifeln, aber keinen rechten Zugang dazu finden. Sie lernen am ehesten, weil man es von ihnen erwartet. Mit 23 Prozent ist dieser Typ gegenüber dem Vorjahr (33 Prozent) deutlich zurückgegangen. Von ihr unterscheiden sich Kinder, die sagen, sie wüssten gar nicht, wozu sie eigentlich lernen sollten. Dieser als schulfern bezeichnete Typ umfasst 12 Prozent der Befragten (2005: 11 Prozent). Diese Aufteilung der Lernmotivation ist unabhängig vom jeweiligen Schultyp. So finden sich in der Hauptschule sowohl mehr Schüler, die aus Freude lernen, wie solche, die nicht wissen, warum sie lernen sollen.

Die überwiegende Mehrheit der Kinder übt mindestens dreimal pro Woche mit Mutter oder Vater für die Schule. Bei der außerschulischen Lernhilfe belegen die Mütter den ersten Platz. Während bei Kindern ohne Migrationshintergrund an zweiter Stelle der Vater folgt, lernen Kinder ausländischer Eltern häufig mit ihren Geschwistern. Die Hausaufgaben werden in der Regel allein bewältigt: Bei den Siebtklässlern setzen sich 90 Prozent der Befragten allein an den Schreibtisch, während dies nur 58 Prozent der Viertklässler tun. Sonst stehen ihnen hier ebenfalls die Mütter zur Seite. Mit zunehmendem Alter ändert sich auch die Zeit, zu der die Aufgaben erledigt werden. Während die jüngeren Klassen sich in der Regel am Nachmittag den Hausaufgaben widmen, tun dies die Älteren vermehrt morgens oder direkt vor dem Unterricht.

Wenig überraschend ist die Feststellung der Studie dass die Lernmotivation bei den befragten 1.900 Kindern der Klassen vier bis sieben mit zunehmendem Alter abnimmt und dass das schulische Wohlbefinden der Kinder, die mit Freude lernen, höher ist, als bei denen, die nicht wissen, warum sie lernen sollen.


Weiterführende Links

  • hessenstiftung – familie hat zukunft

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