Von Heilpflanzen, Laufbändern und Tablettenspendern

18 Jugendliche vertreten Baden-Württemberg beim 41. Bundeswettbewerb von Jugend forscht. Die Nachwuchsforscher konnten sich heute beim Landesaus-scheid in Stuttgart für das Finale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb qualifizieren. Insgesamt waren 122 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 56 Projekten angetreten.

23.03.2006 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Im Fachgebiet Arbeitswelt siegten Hannes Ruf (20), Philipp Metzler (21) und Manuel Dold (19) von der Sick AG in Waldkirch. Ihr "Intelligenter Tablettenspender" erleichtert die regelmäßige Einnahme von Medikamenten – eine Hilfe vor allem für ältere Menschen. Das System ist so programmiert, dass es Nutzer rechtzeitig an die Einnahme erinnert und die Tabletten automatisch ausgibt.

Als beste interdisziplinäre Arbeit wurde der "ServoBandit" von Daniela Knoos (18), Simone Völkle (19) und Florian Federhofer (19) ausgezeichnet. Die Auszubildenden der Robert Bosch GmbH in Waiblingen entwickelten ein therapeutisches Laufband, auf dem Kinder mit körperlichen Beeinträchtigungen das Gehen trainieren können.

Der 20-jährige Florian Freier von der Mildred-Scheel-Schule in Böblingen analysierte die Möglichkeit, den Wirkstoff der Heilpflanze Artemisia annua in der Krebsbehandlung einzusetzen. Damit errang er den ersten Platz im Fachgebiet Biologie. In Chemie konnten Jörg Gramich und Philipp Klein vom Kepler Seminar für Naturwissenschaften in Stuttgart die Jury überzeugen. Die 18-Jährigen entwickelten eine kostengünstige Apparatur, mit der sich langkettige Kohlenwasserstoffe mittels Plasma in einer Haushaltsmikrowelle spalten lassen.

Mit einem "Virtuellen Oberstufenberater" überzeugte Andreas Müller (19) von der Zentralgewerbeschule Buchen im Fachgebiet Mathematik/Informatik. Sein Computerprogramm ermöglicht Oberstufenschülern die richtige Auswahl ihrer Kurse, um optimal auf das Abitur vorbereitet zu sein. Mit Hilfe eines selbst konstruierten Wellenkanals untersuchten Maxi Frei (19), Iris Blank (18) und Stefan Frässle (17) die Wellenbildung an unterschiedlich beschaffenen Küsten wie etwa in Mangrovenwäldern. Für ihre geophysikalische Analyse erhielten die drei Schüler vom Fürstenberg-Gymnasium in Donaueschingen den ersten Preis in Fach Geo- und Raumwissenschaften.

Johannes Burkart (19) und Alexander Joos (19) vom Hans-Thoma-Gymnasium in Lörrach analysierten die "Flugkurven von Tischtennisbällen" und siegten im Fachgebiet Physik. In Technik präsentierten Timo Hauber (20), Stephan Walter (19) und Dennis Lipschinski (21) von der Sick AG in Waldkirch eine neue Messmethode, mit der sich der Alkoholgehalt beim Schnapsbrennen elektronisch ermitteln lässt.

Der 41. Bundeswettbewerb findet vom 18. bis 21. Mai 2006 in Freiburg statt – gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Sick AG.

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