Vorbereitungen für zentrale Abiturprüfungen 2007 liegen genau im Zeitplan

Die Vorbereitungen für das Abitur 2007, bei dem die Prüfungsaufgaben zum ersten Mal nicht mehr von den Lehrkräften selbst gestellt, sondern landesweit zentral vorgegeben werden, gehen in die entscheidende Phase: Die Schulen können im Frühjahr 2006 zentral gestellte Übungsklausuren schreiben und so den "Ernstfall" proben. "Mit den Vorbereitungen liegen wir genau im Zeitplan", sagte Schulministerin Barbara Sommer.

24.02.2006 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Die Übungsklausuren laufen in den Fächern, die am häufigsten als Abiturfächer gewählt werden: in Deutsch, Englisch, Mathematik, Geschichte und Biologie. So haben Lehrer und Schüler Gelegenheit, praktische Erfahrung mit zentralen Prüfungen zu sammeln. Ergebnisse und Rückmeldungen des Verfahrens werden sorgfältig ausgewertet und dienen als Hinweise für die Entwicklung der tatsächlichen Abituraufgaben. "Mehr als 80 Prozent der Schulen haben sich für die Übungsklausuren angemeldet. Aber auch die anderen bekommen die Klausurtexte zur Verfügung gestellt, damit sie sich ein Bild machen können", so die Ministerin. Seit gut einem Jahr bereiten sich Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler mit großem Engagement auf das Abitur 2007 vor. Zum Jahresbeginn 2005 wurden die Inhalte veröffentlicht, auf die sich die Prüfungsaufgaben in ihren Schwerpunkten beziehen werden.

Damit soll sicher gestellt werden, dass alle Schülerinnen und Schüler mit gleichen Chancen in die Prüfungen gehen. Für Schulleitungen, besonders aber auch die betroffenen Fachlehrer gibt es seit Frühjahr 2005 landesweit Beratungs- Veranstaltungen, in denen sie offene Fragen klären, Probleme austauschen und Konzepte für eine gute unterrichtliche Vorbereitung ihrer Schüler entwickeln konnten. Seit Schuljahresbeginn 2005/06 stehen Hinweise für die Gestaltung und Formulierung von Prüfungsaufgaben und Aufgabenbeispiele mit Lösungsvorgaben für die Prüfungsfächer im Internet. An den konkreten Beispielen zeigt sich, dass es im Abitur 2007 dieselben Aufgabenarten geben wird, die die Lehrpläne seit 1999 vorschreiben und an den Schulen vertraut sind.

Im März wird es einen Informationsbrief an alle Schulen geben. In nahezu allen Fächern wird es zusätzliche Auswahlmöglichkeiten, teils für Lehrkräfte, teils für Schülerinnen und Schüler geben. In Mathematik sind es sogar 20 unterschiedliche Teilaufgaben, aus denen der Lehrer in Abhängigkeit von der Vorbereitung im Unterricht und von dem an der Schule eingeführten Rechnersystem zwei Aufgaben als Prüfungsaufgaben auswählt. "Damit wird gewährleistet, dass alle Schülerinnen und Schüler Aufgaben erhalten, auf die sie im Unterricht von ihren Lehrern am besten vorbereitet wurden", so Sommer.


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