Niedersachsen

Warnstreiks an Schulen haben am heutigen Montag, 14.2.2011 stattgefunden

Am heutigen Montag, d. 14. Februar sind tarifbeschäftigte Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter/-innen ausgewählter Schulen in einen befristeten Warnstreik getreten. Ca. 450 Beschäftigte aus 30 Schulen folgten einem Aufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Niedersachsen und legten ab 12.00 Uhr die Arbeit nieder.

14.02.2011 Pressemeldung GEW Niedersachsen

So wurde beispielsweise an Schulen in der Region Hannover, Göttingen, Braunschweig, Nien-burg, Osterode, Wolfsburg, Peine, Osterholz und Osnabrück der Schulbetrieb erheblich gestört.

Nach kleineren Aktionen vor den Schulen trafen sich die Streikenden anschließend zu einer Kundgebung auf dem hannoverschen Platz der Weltausstellung.

Die Streikenden forderten die Arbeitgeber der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL), an deren Spitze Niedersach¬sens Finanzminister Hartmut Möllring steht, auf, endlich ein verhandlungs-fähiges Angebot vorzulegen.

In der 1. Verhandlungsrunde am Freitag, d. 4. Februar hatten die Arbeitgeber für die rund 800.000 Beschäftigten der Länder kein Angebot vorgelegt.

Die Gewerkschaften fordern:

  • Einen Sockelbetrag von 50€ und eine anschließende Erhöhung der Gehälter um 3%. Im Volumen beträgt die Forderung ca. 5%!
  • Verhandlungen zur Altersteilzeit
  • Abschluss zur Eingruppierung der Länderbeschäftigten (Entgeltordnung) mit Verbesserungen vor allem für sozialpädagogische Fachkräfte (Erzieherinnen und Sozialpädagogen)
  • Abschluss eines Tarifvertrags zur Eingruppierung der Lehrkräfte (Entgeltordnung Lehrkräfte)
  • Die Entgeltsteigerungen sollen anschließend auf die Beamtinnen und Beamten übertragen werden.

In Hannover trafen sich die Streikenden im Streiklokal DGB-Haus am Klagesmarkt und zogen um 14.30 Uhr in einem Protestzug zum Kundgebungsort "Platz der Weltausstellung". Dabei wurden sie von der GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad vom GEW Hauptvorstand unterstützt.

Auf der zentralen Kundgebung forderte der GEW-Landesvorsitzende Eberhard Brandt unter starkem Beifall der Streikenden Finanzminister Hartmut Möllring auf, in der 2. Verhandlungsrunde am 24./25. Februar auf die berechtigten Forderungen der Gewerkschaften einzugehen und ein Angebot vorzulegen.

Er sagte: "Wir erwarten vom Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Hartmut Möllring, ein deutliches Signal des Entgegenkommens. Das kann nur darin bestehen, die Verweigerungshaltung aufzugeben und ein ernsthaftes Angebot auf den Tisch zu legen".

Weiter führte er aus, dass insbesondere die pädagogischen Mitarbeiter seit Jahren keine Aufstiege mehr bekämen und auch noch in Zwangsteilzeit arbeiten müssten.

Für den Bereich der angestellten Lehrkräfte sei es endlich an der Zeit, einen Eingruppierungstarifvertrag abzuschließen, der entsprechende Verbesserungen brächte. Der Nachwuchsmangel in pädagogischen Berufen liege auch an der vergleichweise schlechten Bezahlung und den ständig gestiegenen Anforderungen.

Der Tarifsekretär der GEW, Rüdiger Heitefaut, kündigte unter großem Beifall der Streikenden an, dass in der nächsten Zeit mit weiteren Aktionen zu rechnen sei. Heute habe die GEW einen halbtägigen Warnstreik an ausgewählten Schulen durchgeführt. Beim nächsten Mal, so es denn notwendig sei, müsste der Arbeitgeber wohl mit einem ganztägigen Streik und mit mehr beteiligten Schulen kalkulieren.

Nähere Informationen erhalten Sie beim Kollegen Rüdiger Heitefaut von der GEW Niedersachsen (0171/3537529).

Ansprechpartner

GEW Niedersachsen

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