Weiter auf Prävention setzen

Für besonnenes Handeln und gegen ein Aufheizen der Debatte um Amokpläne von Schülern im Internet sprach sich heute der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger auf der Jahrestagung des Bundeskriminalamtes in Wiesbaden aus.

20.11.2007 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

"Der VBE setzt auf Prävention", betonte Eckinger. "Das wichtigste Ziel von Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern in Unterricht und Erziehung bleibt nach wie vor Mündigkeit und Emanzipation im Sinne einer selbstbestimmten Lebensgestaltung." Schulen seien keine Inseln der Glückseligkeit, so Eckinger weiter, sondern Brenngläser der Gesellschaft. "Leistungsdruck, Konkurrenz und Versagensängste machen vor der Schule nicht halt. Gerade deshalb brauchen Kinder und Jugendliche die Sicherheit einer Wertgrundlage, das Erfahren von Verantwortung, Vertrauen und gegenseitiger Achtung."

Weiter erklärte der VBE-Bundesvorsitzende: "Internetbasierte Gewalt gegen Mitschüler und Lehrer sind genauso wie verbale und körperliche Gewalt ein Problem, das alle Schularten betrifft. Holzschnittartige Lösungen kann es nicht geben."

Eckinger forderte einen "Internet-Knigge" für die Netzbetreiber. "Des Weiteren plädiert der VBE für eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Polizei vor der Katastrophe. Präventiv- und Sicherheitskonzepte müssen fester Bestandteil der Schulentwicklung werden", so Eckinger. Für die Präventionsinitiative "Gewalt darf keine Schule machen" wirbt der VBE gemeinsam mit der DPolG seit Februar 2005.


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