Wie Fremdsprachenlernen Spaß macht

Insgesamt 215 Schülerinnen und Schüler aus saarländischen Schulen haben in diesem Jahr am Bundeswettbewerb "Fremdsprachen 2006" teilgenommen. Die Arbeiten konnten als Einzel- oder Gruppenbeitrag erbracht werden und wurden von einer Jury bewertet.

12.05.2006 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Im Rahmen einer Feierstunde zeichnete Kultusminister Jürgen Schreier im Beisein des Vorsitzenden des Beirates des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen, Professor Dr. Hans-Joachim Kornadt, am Freitag (12.5.06) die Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbs aus.

Minister Jürgen Schreier zeigte sich erfreut über die große Resonanz, die der Wettbewerb auch in diesem Jahr gefunden hat. In seiner Ansprache betonte er die besondere Bedeutung des Fremdsprachenwettbewerbs für die Berufschancen junger Menschen. Fremdsprachenkenntnisse seien eine unerlässliche Voraussetzung für Mobilität, persönlichen Erfolg und die Völkerverständigung in Europa und der Welt. Deshalb habe die Vermittlung von Fremdsprachen im Saarland einen besonderen Stellenwert. Der Minister erinnerte dabei an die frühe Vermittlung der französischen Sprache im Saarland und an die besondere Bedeutung des Englischen als Weltsprache.

Jürgen Schreier: "Sprachenkenntnisse öffnen die Türen zu den Nachbarn, zu interessanten beruflichen Tätigkeiten und zu den Herzen der Menschen, die eine andere Sprache sprechen." Deshalb sei es wichtig, dass der Fremdsprachenunterricht künftig noch anwendungsorientierter werde, so Schreier. Der Fremdsprachenwettbewerb setze in diesem Sinne ein Zeichen.

Der Wettbewerb wird jährlich vom Verein Bildung und Begabung in Bonn für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I ausgeschrieben und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. In diesem Jahr haben sich im Saarland 80 Schülerinnen und Schüler aus Gymnasien am Einzelwettbewerb beteiligt. 12 davon beteiligten sich in zwei Sprachen an diesem Wettbewerb. Sie schrieben Klausuren in lateinischer, französischer, englischer sowie spanischer und italienischer Sprache. Dabei hatten sie u. a. Fragen zum jeweiligen Land und zu dessen Kultur zu beantworten.

Jeweils erste Preise errangen Ann-Cathrine und Helene Hauch, Deutsch-Französisches Gymnasium, Saarbrücken (beide Französisch und Spanisch), Bettina Burger, Peter-Wust-Gymnasium, Merzig (Englisch), Christina Marx und Jonas Resch, Deutsch-Französisches Gymnasium, Saarbrücken (beide Französisch). Eine Herausforderung war auch in diesem Jahr das freie Sprechen eines Textes als Hausarbeit. Drei Teilnehmer erreichten einen 2. Preis und 18 einen 3. Preis.

Am Gruppenwettbewerb nahmen 135 Schülerinnen und Schüler in 12 Gruppen teil. Die Teilnehmer arbeiteten mehrere Monate an einem selbst ausgewählten Projekt, zu dem jeder Schüler mit seinen speziellen Fähigkeiten einen Beitrag erbringen konnte. Für die Gruppenarbeiten werden unterschiedliche Beiträge eingereicht, z. B. eine englischsprachige Zeitschrift zum Thema *Immigration" und eine französischsprachige Powerpoint-Präsentation mit der märchenhaften Geschichte eines schwarzen Schafes, das Freunde sucht und findet.

Im Gruppenwettbewerb werden 11 Preise vergeben. Je einen 1. Preis erhielten: die Klasse 9 B 2 des Gymnasiums am Rotenbühl, Saarbrücken, und der Club français der Unterstufe des Warndtgymnasiums, Völklingen.


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