"Wir müssen unseren Kindern die beste Zukunft geben"
Anlässlich des 22. Landesrealschultages in Bad Wörishofen stellt Anton Huber, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands, in der heutigen Pressekonferenz ganz klar heraus, dass die bayerischen Realschulen mit ihrer Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft keinesfalls bereit sind, Spielball der bayerischen Bildungspolitik zu werden.
20.11.2008 Bayern Pressemeldung Verband Reale Bildung"Wir sind dazu verpflichtet, unseren Kindern die bestmögliche Bildung für die Zukunft zu geben", sagt Huber eindringlich! Dies könne aber nicht durch die Zusammenlegung von Hauptschule und Realschule erreicht werden. Huber dazu: "Es ist eine Ilusion, ernsthaft zu glauben, dass ein Hauptschüler automatisch das Niveau eines Realschülers schafft, wenn der Hauptschüler eine Realschulklasse besucht. Eine Vermischung würde weder einem Hauptschüler noch einem Realschüler gerecht.
Es ist vollkommen richtig, dass unser Schulwesen weiter optimiert werden kann und muss, jedoch sollte dies in Ruhe an den verschiedenen, eigenständigen Schularten geschehen. Genau deshalb sind wir auch hier in Bad Wörishofen. Annähernd 250 Realschullehrer und Realschullehrerinnen werden sich in den nächsten drei Tagen ehrenamtlich als Delegierte intensiv mit der Realschule beschäftigen. Allerdings wird ihre Tätigkeit überschattet von der aktuellen Bildungspolitik, die unausgegorene Schnellschüsse beim Übertritt oder bei den Kooperationsmodellen befürchten lässt", kommentiert der Vorsitzende den Landesrealschultag.
Klare Aussagen mit der Zusicherung, keinesfalls eine Zusammenlegung von Hauptschule und Realschule zu beabsichtigen, verspricht sich Anton Huber von einem weiteren Zusammentreffen mit dem bayerischen Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, der am Samstagvormittag zu den Delegierten sprechen wird, und von der Rede von Ministerialdirektor Josef Erhard anlässlich der Festveranstaltung am Freitag. "Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass der neue Kultusminister Dr. Spaenle das klare Wort pflegt, konzeptionell und strategisch denkt und die Sorgen des brlv und deren Mitglieder ernst nimmt. Deshalb werden wir auch weiterhin intensive Gespräche führen, um die Erfolgsgeschichte der Realschule weiterzuschreiben!", so Huber optimistisch.
Dass nicht nur die Realschullehrer bedingungslos hinter ihrer Schulart stehen, sondern auch die Schüler, zeigen die vielen T-Shirts, die von Realschülern gefertigt wurden und auf der Pressekonferenz präsentiert werden. Sie sind ein gutes Beispiel dafür, wie gern die Schüler die Realschule besuchen und wie viel Spaß sie daran haben. "Den Kindern diese Freude zu nehmen und ihnen eine optimale Bildung vorzuenthalten, sie also ihrer Zukunft zu berauben, wäre verantwortungslos!", schließt Anton Huber.
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