Wissenschaftlicher Beirat "Inklusive Bildung" hat Arbeit aufgenommen
Auf Einladung von Bildungsministerin Martina Münch hat sich am Montag, den 17.10. 2011, der wissenschaftliche Beirat *Inklusive Bildung* in Potsdam konstituiert und in seiner ersten Sitzung die Arbeit aufgenommen. Er besteht aus zehn ausgewiesenen Experten in Sachen inklusiver Bildung und wird das Bildungsministerium bei der konkreten Umsetzung von Maßnahmen für die *Schule für alle* beraten. Dazu gehören beispielsweise die Entwicklung veränderter Rahmenlehrpläne, neue Bewertungsmaßstäbe für die Leistungen von Kindern mit Behinderungen, die Fortbildung von Lehrkräften oder der Einsatz von Sonderpädagogen an den Regelschulen.
17.10.2011 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg"Das war ein sehr ermutigender Auftakt", so Bildungsministerin Münch, Der wissenschaftliche Beirat hat grundsätzliche Zustimmung für den Brandenburger Weg zur Inklusion signalisiert, es war eine angeregte und konstruktive Diskussion". Der Beirat "Inklusive Bildung" will sich noch in diesem Jahr erneut treffen. Inklusion bedeutet in Brandenburg eine "Schule für alle" " eine Schule, in der jede Schülerin und jeder Schüler sich mit ihren Stärken und Schwächen entfalten können, eine Schule für Kinder und Jugendliche mit speziellen Begabungen genauso wie für diejenigen, die unserer besonderen Fürsorge und Förderung bedürfen.
In den vergangenen Monaten wurde das Thema "Inklusion" auf Regionalkonferenzen und während der Kreisreisen der Ministerin mit vielen an Bildung von Kindern und Jugendlichen Beteiligten diskutiert, mit Lehrerinnen und Lehrern, Schulleitern, staatlichen Schulämtern, Erziehern, Schulträgern, Sozial- und Jugendhilfeträgern, Behindertenverbänden, Schüler- und Elternvertretern, Mitarbeitern von Sozial- und Jugendämtern und Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft. Am 30. September kam erstmals der Runde Tisch "Inklusive Bildung" mit Vertretern von Betroffenen-Verbänden, Lehrerverbänden, kommunalen Spitzenverbänden und Schulen, Kirchen und weiteren Verbänden sowie den bildungspolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen zusammen. Er berät das Bildungsministerium bei der grundsätzlichen Weichenstellung für die "Schule für alle".
Die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates "Inklusive Bildung" sind:
Prof. Dr. Ulf Preuss-Lausitz, Erziehungswissenschaftler, Mitglied des Sprecherrates des Expertenkreises "Inklusive Bildung" der Deutschen UNESCO-Kommission, Technische Universität Berlin, Institut für Erziehungswissenschaften, Fachgebiet SchulpädagogikProf. Dr. phil. Klaus Klemm, Bildungswissenschaftler, Mitglied des Expertenkreises "Inklusive Bildung" der Deutschen UNESCO-Kommission, langjährige Tätigkeit an der Universität Duisburg-Essen, Institut für Pädagogik, Schwerpunkt Bildungsforschung und Bildungsplanung
Prof. Dr. phil. Agi Schründer-Lenzen, Erziehungswissenschaftlerin, Institut für Allgemeine Grundschulpädagogik und -didaktik der Universität Potsdam, Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des Instituts für Schulqualität Berlin-Brandenburg
Dr. Irmtraud Schnell, Erziehungswissenschaftlerin, Institut für Sonderpädagogik der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Schwerpunkt u.a. bildungspolitische Entwicklungen und die "Schule für alle"
Prof. Dr. Jutta Schöler, Erziehungswissenschaftlerin, Mitglied im Beirat zum integrierten sonderpädagogischen Studium der Universität Bielefeld, langjährige Tätigkeit an der Technischen Universität Berlin, Fachgebiet Schulpädagogik
Wilfried W. Steinert, Mitglied des Sprecherrates des Expertenkreises "Inklusive Bildung" der Deutschen UNESCO-Kommission und des Beraterteams für die UNESCO-Region Landkreis Oberspreewald-Lausitz, langjähriger Leiter der Waldhof-Schule in Templin
Dr. phil. Katrin Liebers, Erziehungswissenschaftlerin, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Rehabilitationspädagogik/Lernbehindertenpädagogik, Forschungsschwerpunkt Pädagogische Diagnostik
Heike Noll, Schulrätin für Grund- und Förderschulen, Staatliches Schulamt Brandenburg an der Havel
Susanne Wolter, Leiterin der Abteilung Unterrichtsentwicklung Grundschule, sonderpädagogische Förderung und Medien, Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg
Katrin Kantak, Leiterin des Projektverbundes kobra.net " Kooperation in Brandenburg in Trägerschaft der WIBB GmbH, Träger der freien Jugendhilfe
Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.mbjs.brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb1.c.248770.de
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