Zentrale Mathematikarbeit liegt auch in Brailleschrift vor

"Wenn am Dienstag, dem 25. Mai 2004 in der zweiten Unterrichtsstunde in allen dritten Schuljahrgängen in Niedersachsen eine Mathematikarbeit mit zentral gestellten, einheitlichen Aufgaben geschrieben wird, sollen alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler gleiche Chancen haben", betonte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute (14.05.2004) in Hannover. Eigens für blinde Kinder hat das Kultusministerium die Aufgaben in Brailleschrift, auch Punktschrift oder Blindenschrift genannt, anfertigen lassen. "Wie mir berichtet wurde, scheuen diese Schülerinnen und Schüler den landesweiten Vergleichstest nicht und freuen sich darauf, ihr Wissen und Können unter Beweiszustellen", berichtete Busemann.

14.05.2004 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

"Schlaflose Nächte brauchen sich ganz allgemein aber weder die Kinder noch Eltern oder Lehrkräfte zu machen", machte Busemann deutlich. Aufgaben und Aufgabentexte seien altersgerecht, einfach und verständlich formuliert. Die Arbeitsaufträge orientierten sich an den Schulbüchern für das dritte Schuljahr.

Die Mathematikarbeit umfasst Aufgaben auf drei Anforderungsniveaus gemäß den in den Rahmenrichtlinien vorgesehenen Themenkreisen. Jede Schule erhält zwei Fassungen (A und B) der Arbeit in einem verschlossenen Briefumschlag, der erst einen Tag vor der Arbeit, also am 24.05.04 nach Unterrichtsschluss zu öffnen ist. Die Aufgabenblätter müssen in der erforderlichen Anzahl kopiert werden. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Lösungen direkt in die Aufgabenblätter eintragen. Es gibt auch Platz für erforderliche Nebenrechnungen oder Erläuterungen. Die Kinder benötigen lediglich ein Schreibgerät und ein Lineal. Sie haben eine Unterrichtsstunde,- das sind 45 Minuten -, Zeit zur Bearbeitung der Aufgaben. Für die Lehrkräfte ist ein Punkte- und Bewertungsschlüssel beigefügt. Ob die Schulen die Zentrale Mathematikarbeit als verbindliche Klassenarbeit werten, ist ihnen freigestellt.

"Eltern und Lehrkräften empfehle ich, nach der Auswertung bei Bedarf ein Gespräch mit einander zu führen, um die gewonnen Erkenntnisse zum Leistungsstand und möglichem Förderbedarf der Kinder auszutauschen", so Busemann.


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