Zickzackkurs bei der digitalen Bildung: Die große Planungs-Unsicherheit
Der Bayerische Realschullehrerverband (brlv) gibt anlässlich der Ankündigung des bayerischen Ministerpräsidenten, künftig mobile Endgeräte erst ab der 8. Jahrgangsstufe im Unterricht einzusetzen, ein Statement ab.
03.06.2025 Bayern Pressemeldung Bayerischer Realschullehrerverband (brlv)Anlass für den Kommentar sind die Aussagen von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, der angekündigt hatte, dass es fü Schülerinnen und Schüler mobile Endgeräte künftig erst ab der 8. Klasse gebe.
brlv-Vorsitzender Ulrich Babl: „Diese Kabinettsklausur sorgt mit dem Überraschungsei Tablet-Stopp in der Unterstufe dafür, dass Planungschaos und Unsicherheit an den Schulen herrschen. Sicherlich ist es sinnvoll, beim Einsatz digitaler Endgeräte auf die Bremse zu treten, denn die 'Digitale Schule der Zukunft' bis 2028 mit der Brechstange umsetzen zu wollen, war vollkommen unrealistisch. Nach Bekanntwerden dieser drastischen Digital-Rolle rückwärts brodelt es jetzt an vielen Schulen gewaltig. Die Planungen für das nächste Schuljahr laufen auf Hochtouren, Medienkompetenzteams arbeiten seit Monaten an schlüssigen Konzepten und zahlreiche Kolleginnen und Kollegen haben bereits alles auf den Weg gebracht. Es darf nicht sein, dass ihnen nun der Stecker gezogen wird. Man kann nur hoffen, dass die noch unbekannten Umsetzungsvorgaben keine komplette Kehrtwende bedeuten und den Schulen weiterhin ein großes Maß an Eigenverantwortlichkeit lassen. Offensichtlich handelt es sich um eine willkommene Möglichkeit, eine Sparmaßnahme durchzusetzen.“
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